Die nächste Baustellenampel ist schon installiert

Die ganze „Nase“ des Hangs wird eingenetzt. Der Fels ist porös und hat sich teilweise bereits gelöst. Wegen der Maßnahme bleibt die angrenzende Fahrbahnseite für etwa sechs Wochen gesperrt. Eine mobile Ampel regelt bis dahin den Verkehr. Foto: Mester

Altena - Die Fahrbahn in der Rahmede am künftigen Supermarktgelände ist wieder für den Verkehr freigegeben – allerdings müssen Autofahrer in der Rahmede seit Montag mit der nächsten Baustellenampel vorlieb nehmen. Wegen Hangsicherungsmaßnahmen am Kleinbahntunnel ist die dort angrenzende Fahrbahnseite für etwa sechs Wochen gesperrt.

Betroffen ist die Kurve der Rahmedestraße um den Hang, die dann zur Lüdenscheider Straße wird. Eine anders geplante Ampelschaltung wird es dort trotz des Verkehrsinfarkts in der vergangenen Woche (AK berichtete) aber nicht geben. „Die Dehnzeit beträgt jeweils 60 Sekunden“, erklärt Ampeltechniker Stanislav Nowak. Nach dieser Zeit schaltet die Ampel von Grün auf Rot, damit beide Seiten gleichermaßen fahren können. „Die Ampel registriert, wenn auf einer Seite keine Autos mehr kommen. Dann schaltet sie bereits nach 20 Sekunden auf Rot und die andere Seite kann eher los“, ergänzt Nowak.

Einen Unterschied gibt es allerdings zur vorigen Ampelanlage in der Rahmede: Diesmal gibt es kein Dauerrot für Rettungs- und Polizeieinsätze. „Dafür müsste die mobile mit der festen Ampel an der Kreuzung gekoppelt werden – das ist aber kaum möglich“, weiß Christoph Geck, örtliche Bauüberwachung von Auftraggeber Straßen.NRW.

In einem solchen Fall würde der Verkehr in dem Bereich zu schnell verstopfen. Ein Verkehrsaufkommen wie in der vergangenen Woche sei nicht zu verhindern: „Wenn auf der A45 Stau ist, dann können wir alle nichts machen. Das müssen wir dann so hinnehmen“, sagt Geck.

Die Maßnahme sei eben unumgänglich: „Es gab hier schon Felsschläge, an vielen Stellen ist der Hang sehr porös“, sagt Geck. Daher werde die ganze „Nase“ des Hangs eingenetzt. Dafür begannen Arbeiter der beauftragten Firma Salmen Bau aus Meschede gestern mit der Entfernung des Grüns. Übrig bleibt der nackte Fels. „Die losen Brocken werden entfernt und dann wird gebohrt“, sagt Geck. Etwa 200 Bohrungen, bis zu zwei Meter tief, sollen entstehen. Sie dienen der Befestigung. In die Löcher kommen sogenannte Stabanker, die schließlich mit Beton fixiert werden und das Netz aus Stahl halten. Stolze 1000 Quadratmeter des Stahlgeflechts benötigen die Arbeiter für die Maßnahme an dem Hang.

Nach Abschluss dieser Arbeiten ist bereits die nächste Hangsicherungsmaßnahme geplant: Ein weiteres Stück der Rahmedestraße in Richtung Lüdenscheid, hinter der Claaskurve, wird einspurig gesperrt. „Aber nur für etwa zwei Wochen, der Bereich ist kleiner. Die Kosten für beide Maßnahmen betragen rund 150 000 Euro“, sagt Geck.

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