Druck auf Straßen.NRW: Sanierung in der Rahmede

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Die Dauerbaustelle in der Oberen Rahmede: Stadtwerke und Enervie stellen nur die von ihnen geöffnete Straßenseite wieder her.

Altena - „Das kann man doch keinem Bürger mehr vermitteln. Wir werden bereits in Kürze einen Ortstermin auf der L 530 in der Rahmede anberaumen. Das gesamte, aufgenommene Straßenstück muss saniert und neu hergerichtet werden.“ Das sagte am Mittwoch, 14. Januar, Uwe Scholz, Fraktionschef der CDU im Rat.

Auslöser seiner Kritik war die Tatsache, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW offenbar nicht bereit ist, in der Oberen Rahmede eine Fahrbahnhälfte mit einer neuen Asphaltschicht zu versehen.

Das tun aber Stadtwerke und Enervie in Höhe Paulusweg und auch in Teilen Mühlenrahmedes, weil sie zuvor den Hauptsammler in der Straße ausgetauscht hatten und noch weiter sanieren.

Vielleicht denkt der Landesbetrieb Straße NRW aber auch bereits vorsichtig um? Aus der Pressestelle hieß es am Mittwoch auf erneute Anfrage, das Ministerium in Düsseldorf behalte sich bei Straßensanierungen die letzte Entscheidung vor. Spätestens in 14 Tagen wisse man mehr. Maßnahmen dieser Art, also das ledigliche Aufbringen einer neuen Tragschicht, seien im Grunde kostenmäßig überschaubar.

CDU-Fraktionschef Uwe Scholz stellte weiter fest, „die Straßenbau-Maßnahme ist offiziell im Haushalt verankert. Uns ist das rätselhaft, warum das nicht gemacht werden soll.“

Auch Thorsten Schick, heimischer CDU-Landtagsabgeordneter, hat sich in dieser Angelegenheit eingeschaltet. Er schrieb Ludger Siebert, dem Chef der Regionalniederlassung Straßen.NRW am Standort Siegen, einen Brief.

Landtagsabgeordneter Thorsten Schick schaltet sich ein

Darin heißt es unter anderem: „In der Ausgabe des Altenaer Kreisblattes vom 13. Januar habe ich einen Artikel über eine Maßnahme Ihrer Niederlassung zur Kenntnis genommen. Hier geht es um die Teilsanierung der L 530 in Altena-Rahmede. (...) Wie Ihnen sicher bekannt ist, ist die Landstraße in diesem Bereich in einem schlechten Zustand. Aus meiner Sicht ist die Sanierung nur einer Fahrbahnrichtung wirtschaftlich fragwürdig.

Aufgrund des Zustandes müsste die Sanierung der anderen Fahrbahnrichtung ebenfalls zeitnah erfolgen. Schon allein die erneute Baustelleneinrichtung würde zusätzliche Steuergelder kosten. Außerdem würden die Anwohner und die Verkehrsteilnehmer zweimal belastet. Aus meiner Sicht wäre es sehr wünschenswert, wenn Sie diese Maßnahme aufgrund der genannten Fakten überdenken und eine baldige komplette Herstellung der L 530 in die Wege leiten könnten.“

Schick schließt seinen Brief mit: „Ich freue mich auf Ihre Antwort!“.

Von Johannes Bonnekoh

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