Sperrung bis Freitag, 18. Januar

Bäume von Borkenkäfern befallen: Straße Linscheider Bach gesperrt

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Förster Sebastian Blanke zieht die Rinde einiger befallener Bäume ab, um sie nach Larven zu durchsuchen.  

Altena – Bedrohung Borkenkäfer: Weil das Waldgebiet am Straßenverlauf vom Linscheider Bach in Richtung Wixberg massenhaft von Borkenkäfern befallen ist, beschlossen die Waldbesitzer, einen erheblichen Teil der dortigen Fichten fällen zu lassen. Rund eine Woche sind Förster Sebastian Blanke und die Firma Rainer Schmidt aus Iserlohn nun dort am Werk. Am Freitag, 18. Januar, sollen die Arbeiten aber abgeschlossen sein. Bis dahin bleibt der Straßenabschnitt noch vollständig gesperrt.

Unterstützt werden Blanke und Schmidt von den selbstständigen Forstarbeitern Rudolf Spannagel und Christoph Kemper: „Das ist körperliche Schwerstarbeit“, deutet Blanke auf die drei Männer, die sich mit schwerem Gerät am Hang durcharbeiten. „Das Fällen der befallenen Fichten war notwendig, damit der Straßenverkehr gesichert ist. Die Borkenkäfer bohren sich nämlich durch die Baumrinde und legen dort ihre Larven ab. 

Das sorgt dafür, dass der befallene Baum langsam stirbt und droht, auf die Straße zu fallen“, sagt der 42-jährige Förster, der für den Waldbesitz der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) in Iserlohn zuständig ist. Die FBG ist ein Zusammenschluss von mehr als 140 Waldbesitzern in Iserlohn, Altena und Umgebung und kommt insgesamt auf ungefähr 1700 Hektar Waldfläche.

Am Hang gelagerte Fichten.

Für die Waldbesitzer der FBG ist der Borkenkäferbefall, der aus der Trockenheit des vergangenen Sommers resultierte, vor allem in finanzieller Hinsicht ein Problem: Denn die europaweite Kalamität (stark überhöhtes Auftreten von Borkenkäfern in Wäldern) sorgte dafür, dass die Holzpreise dramatisch sanken. 

Bekam man vor etwa einem Jahr noch bis zu 95 Euro pro Festmeter Holz, so sind es laut Blanke momentan nur noch 50. Bei rund 250 bis 350 Festmetern, die laut Blanke am Linscheider Bach schätzungsweise bis zum Ende der Woche eingeschlagen werden müssten, macht sich das natürlich bemerkbar. Ob in diesem Jahr noch weitere Einschläge geplant sind, ist noch ungewiss: „Das hängt vor allem von der Witterung im nächsten Sommer ab“, erklärt Blanke.

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