5000 Quadratmeter in Altena

Strandbad für Hunde: Große Pläne an der Lenne

Die Fläche zwischen Pegelhäuschen und Steinerner Brücke in Altena soll zum Hundestrand werden.
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Die Fläche zwischen Pegelhäuschen und Steinerner Brücke in Altena soll zum Hundestrand werden.

Ein Hundestrand am Lenneufer in Altena: So weit, so nett, so einzigartig. Darin sind sich die Politiker einig. Wenn da nicht die Kosten wären.

Altena – Aufgabe des Ausschusses für Stadtentwicklung sei es, die Stadtentwicklung voranzutreiben. Zu dieser Feststellung sah sich Thorsten Müller (CDU) genötigt, als sich das Gremium mit einem Hundestrand am Lenneufer beschäftigte. Einerseits fanden alle die Idee super, andererseits stand die Opposition bei diesem Thema auf der Kostenbremse.

Der Hundestrand ist eine gemeimsame Idee von CDU und SPD. Worum es geht, erklärte Dominik Nierhoff, sachkundiger Bürger der CDU: Zwischen dem Pegelhäuschen an der Pott-Jost-Brücke und dem Schießstand der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft befindet sich an der Lenne eine etwa 5000 Quadratmeter große und 350 Meter lange Fläche, auf der gerne Hunde ausgeführt werden.

Hundestrand: Auch Leute ohne Hunde willkommen

Den dort massenhaft wuchernden japanischen Knöterich kurzhalten, einen einfachen Weg anlegen, ein paar Felsbrocken als Sitzgelegenheit – fertig ist der „Hundestrand“, der durchaus auch für hundelose Erholungssuchende gedacht sei, wie Nierhoff betonte. Und: „Natürlich wollen wir dort kein Hundeklo haben.“

Mülleimer und Kotbeutelspender an den Zugängen – es soll auch einer zur Werdohler Straße geschaffen werden – sieht der Antrag ebenfalls vor. Mit Anglern und dem Naturschutzbund habe er bereits über den Plan gesprochen, berichtete Nierhoff. Dort sei der Hundestrand auf Gegenliebe gestoßen.

Kampf gegen Knöterich: eine Sisyphusarbeit

„Erstmal eine Super-Idee“, meinte Barbara Schäfer von den Grünen. Auch von Michael Laser (soziale und demokratische Alternative) kam zunächst ein großes Lob. Und dann gab es viele „Wenn“ und „Aber“: Es fehle eine konkrete Kostenaufstellung, monierten die Grünen und Laser.

Und als Robert Groppe, der Chef des Bauhofs, zu bedenken gab, dass der Kampf gegen den Knöterich eine Art Sisyphusarbeit sei, der viel Manpower binde, war das Wasser auf Judith Kösters (Grüne) Mühlen: „Das bestätigt meine Befürchtungen. Das ist ein Fass ohne Boden.“

Hundestrand: Alleinstellunsgmerkmal für Altena

Thorsten Müller ging das erkennbar auf die Nerven: „Wir wollen doch diese Stadt nach vorne bringen. Wir müssen Erlebnisse schaffen, um Altena attraktiv zu machen und Leute anzulocken.“ Einen Hundestrand gebe es weit und breit nicht. Damit werde ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, das auch nach außerhalb wirke.

„Einfach mal anfangen“: Das war die Devise, die Bürgermeister Uwe Kober (CDU) ausgab. Das täte auch Not, wenn es dieses Jahr noch was werden soll mit dem Hundestrand: Der japanische Knöterich treibt bereits aus. Wer ihn in Schach halten will, müsste bald zum ersten Mal mähen. „Wir haben Spielplatz-Paten. Vielleicht finden wir auch Hundestrand-Paten“, hofft Kober darauf, dass sich womöglich ehrenamtliche Helfer finden.

Wege und Sitzfelsen: Grüne enthalten sich

Am Ende wurde auf Wunsch der Grünen scheibchenweise abgestimmt. Die Fläche grundsätzlich als Hundestrand auszuweisen, den Knöterich abschneiden und Mülleimer mit Kotbeutelspendern aufstellen – dafür stimmten auch die Grünen. Als es darum ging, einen Weg anzulegen und Sitzgelegenheiten zu schaffen, enthielten sie sich.

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