„Kein unmittelbarer Handlungsdruck“

Wann der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung wieder am Stortel anrückt, ist zurzeit noch unklar. -  Foto: Keim

Altena - Wann geht es am Stortel weiter – und was passiert dann? Kleiner Rückblick: Im August 2013 wurde im Bereich des neu entstehenden Radweges Munition gefunden; explosive Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg.

Im November 2014 erfuhr dann der Stadtplanungsausschuss, dass die Arbeit des Kampfmittelräumdienstes ruhe.

Zu den unmittelbar Betroffenen gehört die Familie Turk, der südwestlich der Hauptfundstellen ein Hof gehört. Zum Anwesen gehören auch Rinder und Pferde. Leider erfahre man hinsichtlich des weiteren Vorgehens gar nichts, berichtete Daniela Turk gestern. Das sei umso ärgerlicher, als man auf die Nutzung der großen Wiesenfläche angewiesen sei, um dort Futter anzubauen. Um die Funde in Hemer-Edelburg werde ein großer Aufwand veranstaltet, aber was am Storel noch geschehen solle, bleibe unklar. „Irgendwann müssen unsere Tiere auch wieder auf die Wiese.“

Ein Lob hat die Anwohnerin dagegen für das Ordnungsamt parat. Dessen Mitarbeiter Michael Sonntag sei vor Ort gewesen und habe die Familie auf die speziellen Gefahren hingewiesen.

Die Arbeiten in den Wiesen zwischen Wasserwerk und Gasstation seien weitgehend abgeschlossen, berichtete gestern Stadtplaner Roland Balkenhol. Es müssten nun in Ansprache zwischen den beteiligten Stellen noch entschieden werden, ob an weiteren Stellen untersucht werden müsse. Dabei spielen auch Pläne des Gasversorgers Open Grid eine Rolle, eine im Bereich befindliche Wasserleitung zu verlegen und das Vorhaben von Enervie, hier Strommasten zu erneuern.

Misslich sei zudem, dass es weiterhin Ausschläge der Detektoren gebe, die den unmitterlbaren Untergrund des neuen Radweges betreffen. Da aber gerade dieser Bereich mit etwa 80 Zentimeter recht tief ausgekoffert worden sei, dürfte es sich kaum noch um Munition handeln, die die Detektoren anschlagen lasse.

„Unmittelbarer Handlungsdruck besteht nicht“, hieß es gestern bei der Pressestelle der Bezirksregierung in Arnsberg. Man habe der Stadt Altena eine Stellungnahme mitsamt einer Empfehlung für künftige Schritte vorgelegt. - Von Thomas Keim

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