„Stolpersteine“ sollen an Schicksale erinnern

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Stolpersteine wie dieser sollen auch in Altena an das Schicksal ehemaliger jüdischer Mitbürger erinnern.

Altena -   Auch in Altena sollen „Stolpersteine“ an das Schicksal ehemaliger jüdischer Mitbürger erinnern. Das meint eine kleine Initiative, die jetzt zu einem ersten Treffen einlädt. Es findet am Dienstag, 16. September, um 19 Uhr im Lutherhaus statt.

Stolpersteine sind messingummantelte Pflastersteine vor den Gebäuden, die Wohn- Lebens- und Arbeitsorte waren, mit den Namen und Daten der Opfer des Nazi-Regimes. Der Bildhauer Gunter Demnig aus Frechen stellt die Steine her und installiert sie auch.

Die Steine sind inzwischen in mehr als 600 Orten in Europa vorhanden. „Das sollte auch in Altena möglich sein, heißt es in einem Aufruf der Initiative. Sie wünscht sich, dass rund um die Aktion eine Ausstellung zum jüdischen Leben in Altena stattfinden soll, an der sich zum Beispiel auch die örtlichen Schulen beteiligen können.

Es ist vor allem Kurt Höttler und Friedrich Petrasch zu verdanken, dass man noch vieles weiß über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Altena. Sie existierte seit dem 18. Jahrhundert, ihre letzte Synagoge stand an der heutigen Fritz-Thomée-Straße. Während des Novemberprogroms im Jahr 1938 wurde sie von der SA gestürmt und verwüstet. Auch Übergriffe auf jüdische Geschäfte wie beispielsweise das Kaufhaus Heinemann (später Böhrer) gab es.

Die Geschichte der Juden in Altena endet im Juli 1942 mit folgendem Akteneintrag: „Heute sind die letzten Juden, und zwar die Eheleute Lehmann Meier; Wwe. Lennhoff und Levi Schnitzler, aus Altena abgewandert und auf behördliche Anweisung um gesiedelt.” 16 Juden aus Altena wurden in Konzentrationslagern umgebracht.

Nach dem Krieg bildete sich in Altena keine neue jüdische Gemeinde. Einzige Erinnerungen an die Altenaer Juden sind der jüdische Friedhof im Gehegde und eine Gedenktafel im Innenhof der Burg Holtzbrinck.

Seit Freitag ist eine Webseite unter stolpersteine-altena.info online.

- ben.-

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