Stolperfallen auf dem Friedhof: Nun wird saniert

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Aufgerissen ist der Asphalt auf einigen Friedhofswegen.

Altena – Viel Geld und Zeit kostet der Friedhof im Mühlendorf. Dort gibt es Stolperfallen. Die werden nun verschwinden.

Der evangelische Friedhof im Mühlendorf, an den direkt der reformierte Friedhof anschließt, ist so etwas wie die grüne Lunge der Stadt. Dort werden nun drei Wege für rund 50 000 Euro saniert. „

Wir werden die drei bisher asphaltierten Wege aufbrechen lassen und dann komplett neu pflastern“, erläutert Baukirchmeisterin Karin Thomas. Dabei handelt es sich um Wege im oberen und unteren Teil des Friedhofes. „Ausgenommen ist der Bereich von und zu den reformierten Grabfeldern.“ 

Die Kosten stammen aus einer Friedhofsrücklage im Haushalt der evangelischen Kirche. „Alle kirchenrechtlichen Genehmigungen liegen vor, deshalb konnte der Bau am Donnerstag planmäßig starten“, sagt Thomas. 

Sturzgefahr, gerade für Ältere

Wer über die sanierungsbedürftigen Wege geht, spürt an vielen Stellen „Unebenheiten, muss über Frostaufbrüche treten und auf jeden Fall aufpassen, dass er nicht stürzt“, schildert Carsten Menzel, stellvertretender Presbyteriumsvorsitzender, seine Erfahrungen. „Wir mussten hier etwas tun, schon aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht“, fügt Thomas an. 

Schließlich besuchen viele ältere Menschen den Friedhof, der für das Presbyterium eine „Daueraufgabe bleibt, die schwierig zu händeln ist.“ 

Baukirchmeisterin Karin Thomas und Carsten Menzel vom Presbyterium mit dem Spaten auf dem Friedhof.

Das gesamte Areal hat eine Größe von mehr als 5,1 Hektar. Dort stehen stattlichen Bäume und Büsche, es gibt große, zusammenhängende Grünflächen. Zum Vergleich: Auf dieser Fläche könnten fünf Fußballfelder von 90 mal 120 Meter Platz finden.

Weniger Bestattungen, weniger Einnahmen

„Wir sind stets bemüht, den Friedhof in einem ordnungsgemäßen und würdigem Zustand zu halten“, sagt Thomas. Die Probleme hängen zum einen mit der sich verändernden Bestattungskultur zusammen, aber zum anderen auch an der abnehmenden Zahl von Bestattungen überhaupt. 

Deshalb sei es schwierig, überhaupt kostendeckend zu arbeiten. Ersetzt wird der Asphalt auf den drei Wegen, den Mitarbeiter der Firma Becker aus Nachrodt aufbrechen und als Sondermüll entsorgen müssen, an allen Stellen durch großporiges Pflaster. „Sollte sich eine Zuwegung dann wieder setzen, hätten wir es ungemein leichter, das wieder zu reparieren“, erläutert Thomas. 

Reformierter Friedhof aufgegeben

Immer wieder werde sie gefragt, ob Bestattungen auf dem reformierten Friedhof noch möglich seien. „Klipp und klar: Nein. Die Anlage ist zum 1. Februar 2006 aufgegeben worden. Es gibt nur noch in Ausnahmefällen die Möglichkeit, Ehepartner, die über eine Gemeinschaftsgruft dort verfügen, noch bestatten zu lassen. 

Selbst für Kinder oder andere nahe Verwandte gibt es keine Ausnahme.“ Die Wegesanierungen im Mühlendorf – betroffen ist auch der Hauptweg ab Toreinfahrt – werden bis zum Jahresende dauern. Carsten Menzel bittet alle Friedhofsbesucher „um Geduld und Verständnis, dass es hier jetzt einige Zeit doch etwas lauter werden kann“.

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