Küken kommen im Hochbeet zur Welt

Stockente nistet in Altena an einem ungewöhnlichen Ort

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Geduckt und aufgrund des Federkleides kaum auf den ersten Blick zu sehen: Die Ente beim Brutgeschäft.

Altena - Am vergangenen Samstag war die weibliche Stockente plötzlich da, erinnern sich unmittelbare Anlieger der Lennestraße. „Dann hat sie ein Loch in ein Hochbeet gebuddelt und am Abend lag darin ein Ei. Seit Wochenfrist sind es schon sieben Eier geworden“, haben die Geschäftsleute bisher beobachtet.

Das deutet daraufhin, dass sich das Federvieh – Öffentlichkeit in der Fußgängerzone und naher Papierkorb hin und her – ganz offensichtlich wohlfühlt. Die Schwimmente scheint sicher zu sein, dass hier ihre Küken aus dem Ei schlüpfen können. Typisch für diese Gattung von Enten übrigens, die in der Regel ab dem Monat März mit dem Brutgeschäft beginnt. Abgelegt werden dann sieben bis 16 Eier, die in den Nestern 25 bis 28 Tage ausgebrütet werden.

Besagte Entendame hat dabei feste Zeiten, wann sie zu ihrem besonderen Nest kommt. Das haben die Anlieger bereits herausgefunden. Sie fühlen sich ein wenig „für das Gelege und die brütende Ente verantwortlich. Wir haben alle schon ein waches Auge darauf“, erzählten sie. „Punkt 6.30 Uhr am Morgen trifft das Tier ein. Gegen 15 Uhr gibt es dann kurz und prägnant Ruflaute ab, die man am besten mit ,wak wak wak‘ oder auch ,wäk wäk wäk‘ beschreiben kann“, erzählt ein Geschäftsmann. „Und weg ist sie. Zurück in die Lenne....“

Geduckt und aufgrund des Federkleides kaum auf den ersten Blick zu sehen: Die Ente beim Brutgeschäft.

Die Stockente, lateinische Bezeichnung Anas platyrhynchos, gilt als eine der ruffreudigsten Schwimmenten auf dem Kontinent. Man muss schon sehr genau hinsehen, um sie aufgrund ihres braun-weiß-schwarzen Gefieders zwischen Vergissmeinnicht und Veilchenblümchen zu sehen.

So tief ist ihre Brutmulde. Und weil sie ihre Eier beim Verlassen des Nestes kundig abdeckt, sind auch die kaum zu sehen. Jetzt wartet alles gespannt auf den Nachwuchs. Ob er beim Verlassen des Nestes wohl Geleitschutz durch die Lennestraße bis zum Fluss benötigt? Die Küken suchen nämlich sofort den Weg zum Wasser und können auch direkt schwimmen. Die Zeit wird es bringen.

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