Sternsinger-Gruppen sind in den Gemeinden unterwegs

Hilfe für den Libanon

+
Die Altenaer Sternsinger besuchten nach dem Einstimmungsnachmittag zunächst die beiden Senioreneinrichtungen.  

Altena – Die Sternsinger sind unterwegs:  Am Freitag fanden sowohl in St. Theresia als auch in St. Matthäus das Ankleiden und die erste Aussendungsfeier statt. Beim Einkleiden herrschte einiges Gewimmel und den Mädchen und Jungen war eine gewisse Aufregung anzumerken. Etliche von ihnen gingen zum ersten Mal auf Tour für die gute Sache. Sitzt die Krone richtig? Ist der Stern mit dem Text für die Segenswünsche zur Hand?

Die Aktion Dreikönigssingen gilt als die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder, und das weltweit. Es handelt sich um die mittlerweile 62 Sternsingeraktion. Sie stellt das Thema Frieden am Beispiel des Libanon in den Mittelpunkt. Das Bistum Essen stellt klar, warum: „Seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Nachbarland Syrien haben sich rund 1,2 Millionen Flüchtlinge hierher gerettet.“ Aber: „Die Bildungs- und Gesundheitsstrukturen des Landes reichen nicht aus, um den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden.“

24 Mädchen und Jungen vertreten die Sternsinger in St. Theresia. „Mit dieser Zahl können wir eigentlich zufrieden sein“, meint Organisatorin Vanessa Esser. Der jüngste Teilnehmer ist gerade einmal zwei Jahre alt, nach oben reicht die Altersspanne bis 13 Jahre. Die Evingser Abordnungen werden natürlich im Dorf selbst unterwegs sein, aber auch Dahle und den Nettenscheid besuchen.

In Altena ging es nach dem Einkleiden zunächst ins Ellen-Scheuner-Haus und ins Fritz-Berg-Haus. Am Samstag und Sonntag werden sich die Gruppen auf den Weg zu weiteren Menschen machen und Spenden für benachteiligte Kinder in aller Welt sammeln. Die katholische und evangelische Kirchengemeinden Altena hatten für das Dreikönigssingen noch Mädchen und Jungen gesucht, die sich engagieren möchten, aber auch erwachsene Begleitpersonen.

 Zum Ankleidetermin im Pfarrsaal St. Matthäus kamen am Nachmittag immerhin 13 Mädchen und Jungen. „Damit haben wir eine bessere Beteiligung als im vergangenen Jahr“, freute sich Mit-Organisatorin Christiane Frebel. 2019 hatte es nur eine Gruppe gegeben. Die kleinen Könige ziehen in den Stadtbezirken Stadtmitte, Mühlendorf, Behördenviertel und Buchholz von Haus zu Haus. Zur Einstimmung trafen sich die Sternsinger am Freitag zunächst im Pfarrsaal an der Lindenstraße. Nach dem Besuch in den Senioreneinrichtungen gab es um 16 Uhr im Lutherhaus in gemütlicher Atmosphäre einen „Segen to go“ für alle, die nicht besucht werden konnten.

 Bemerkenswerte Fakten: Seit Beginn der Aktion im Jahr 1959 haben die Sternsinger in Deutschland rund 1,1 Milliarden Euro gesammelt. Seit 2010 konnte das Sammelergebnis stetig gesteigert werden, obwohl die Zahl der teilnehmenden Gemeinden leicht rückläufig war: 2010 beteiligten sich rund 11800 Gemeinden und Einrichtungen, im Jahr 2019 waren es dann noch rund 10200. Trotzdem stieg das Sammelergebnis von 40,7 Millionen auf 50,2 Millionen Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare