3. Stern: Der Burgaufzug wird in Altena gebaut

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Landrat Thomas Gemke und Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein (r.) freuen sich.

ALTENA - Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Anfang kommenden Jahres mit dem Bau des Erlebnisaufzugs zur Burg begonnen. Gestern hat der Regionale-Ausschuss das Projekt mit dem dritten Stern bedacht. Voraussetzung dafür waren verbindliche Förderzusagen des Landes.

Das Ministerium für Städtebau und Wirtschaftsförderung habe in einem „letter of intent“ erklärt, 90 Prozent der Kosten in Höhe von 5,7 Mio. Euro zu übernehmen, gab Bürgermeister Dr. Hollstein gestern bekannt. Den Rest teilen sich der Märkische Kreis und Mark-E als Sponsor des Projektes. Scheitern könnte der Aufzug jetzt nur noch dann, wenn die vom Fraunhofer-Institut ermittelten Kosten nicht eingehalten werden können oder wenn das Vorhaben entgegen aller bisher vorliegenden Gutachten technisch nicht umzusetzen ist.

Ein guter Tag für Altena

„Das ist ein guter Tag für den Märkischen Kreis und insbesondere für die Stadt Altena“, sagte Landrat Thomas Gemke, bevor er Hollstein die entsprechende Urkunde überreichte. Im Regionale-Ausschuss habe es keine große Diskussion mehr gegeben, sondern nur zwei, drei Nachfragen zu Details, berichtete Gemke.

„Dafür haben wir das Projekt im Vorfeld immer wieder erklären müssen“, sagte Dr. Hollstein und freute sich, dass die beteiligten Ministerien Altenas Vorhaben stets unterstützt hätten. Drei Minister waren beteiligt, alle hätten „nicht nur nach Aktenlage“ entschieden, sondern sich durch persönliche Gespräche selbst eine Meinung gebildet. Hollstein bedankte sich ausdrücklich auch bei den Fachabteilungen des Ministeriums, der Bezirksregierung und den Altenaer Ratsfraktionen, die in Sachen Aufzug stets an einem Strang gezogen hätten.

Positiv erwähnt worden sei bei der Diskussion im Regionale-Ausschuss die breite Bürgerbeteiligung bei diesem Projekt, berichtete Gemke – „das ist bei anderen Vorhaben so nicht der Fall“.

Die Entscheidung pro Aufzug bedeutet, dass die Pläne von Altena-innovativ sich nicht umsetzen lassen. Nach seinen Informationen sei ein entsprechender Brief an Wilfried Bracht unterwegs, sagte Hollstein. Seines Wissens hätten die Fachgremien der Regionale auch „qualitative Bedenken“ gegen Felsenkeller und Iserlohner Tor-Imitat gehabt.

Wie es weitergeht, hängt jetzt vom Land ab – bevor die Stadt keinen offiziellen Zuschussbescheid erhalten hat, darf sie die für den Aufzug erforderlichen Arbeiten nicht ausschreiben. Gemke nannte ein Indiz dafür, dass in Düsseldorf mit Hochdruck an der Sache gearbeitet wird: Vom Kreis sei eine offizielle Erklärung zur Übernahme seines Kostenanteils angefordert worden. Dieser Aufforderung des Ministeriums für Städtebau und Wirtschaft sei er natürlich sofort nachgekommen.

EU-Mittel fließen

Bezuschusst wird der Burgaufzug aus einem Topf zur Förderung der touristischen Infrastruktur. Neben Mitteln des Landes fließen auch Gelder der EU.

Für den Stadtmarketing-Verein ist der dritte Stern ein Grund zum Feiern: Er lädt für heute zu Gratis-Glühwein auf dem Wochenmarkt ein.

von Thomas Bender

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