Stellwerk will jünger werden: So soll es gelingen

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Das Stellwerk, das auch den "TauschRausch"-Laden betreibt, sucht junge ehrenamtliche Helfer.

Altena – "Local Me - deine Stadt braucht dich": Unter diesem Slogan will das Stellwerk junge Leute fürs Ehrenamt gewinnen.  Es gibt konkrete Ideen.

„Was ist Ehrenamt?“ wollte das Stellwerk im September bei der Ausbildungsmesse von jungen Menschen wissen. „Meine Oma“, antwortete eine Schülerinnen – und traf damit den Nagel auf den Kopf. 

Das Ehrenamt wird älter, auch im vor zwölf Jahren gegründeten Stellwerk. „Viele sind von Anfang an dabei. Sie werden immer müder“, erklärte Annette Wesemann den Mitgliedern des Sozialausschusses, als sie über das Urbact-Projekt „Volunteering Cities“ berichtete, das für sie mit Dienstreisen nach Zypern, Kroatien und Portugal verbunden ist. 

Das sei alles andere als Urlaub, sondern „richtig anstrengend“, sagte sie. In Urbact-Projekten tauschen sich ausgewählte Kommunen aus allen Ländern der EU zu bestimmten Themenfeldern aus. 

Ganze Familien bei einem Verein

Es gibt stets eine „Leading City“, in der besonders vorbildlich gearbeitet wird. Bei den Volunteering Cities sei das Athienou auf Zypern, erklärte Wesemann den Kommunalpolitikern. Auffällig sei dort, dass es eine Tradition beim Ehrenamt gebe: Kinder engagieren sich dort, wo schon die Eltern tätig waren oder noch sind. 

„So wie es hier bei uns Familien gibt, bei denen alle bei der Feuerwehr mitmachen“, sagte Wesemann. Beeindruckt war sie auch vom kroatischen Urbact-Partner, bei dem schon Kindergartenkinder als „Little Volunteers“ ans Ehrenamt herangeführt werden. 

Motto: "Local Me - Deine Stadt braucht Dich"

Im Stellwerk werde jetzt intensiv darüber nachgedacht, wie man solche Ideen auf Altena übertragen kann. Eine Idee ist, ein „junges Stellwerk“ zu entwickeln. Einen Namen dafür gibt es schon: „Local Me“. Auch der Slogan steht: „Deine Stadt braucht Dich“. 

Vor allem im neuen „TauschRausch“-Laden in der Innenstadt könnten junge Menschen gezielt angesprochen werden, hofft Wesemann.Geplant ist auch, einen Videoclip zum Thema Ehrenamt drehen zu lassen. 

Dazu kam von Anke Nawenberg von der Verwaltung der Hinweis, dass es im Jugendzentrum eine Gruppe Jugendlicher gebe, die sich damit gut auskennt. Wesemann will auch das Burggymnasium ansprechen, um herauszufinden, ob das Ehrenamt Thema bei der dortigen Projektwoche sein könnte. 

Auch Senioren willkommen

Doch nicht nur um die Jugend buhlt das Stellwerk: „Wir freuen uns auch über 72-Jährige, die neu zu uns kommen“, sagte Wesemann. Geplant ist auch, Geflüchtete für das Ehrenamt zu begeistern. Einige stünden dem Stellwerk heute schon hilfreich zur Seite, beispielsweise als Dolmetscher.

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