Innenminister und Spender sorgen für zwei neue Autos

ALTENA ▪ Kaum 200 Kilometer hat der neue Mercedes-Sprinter auf dem Tacho. Brandneu ist das Fahrzeug, das am Samstag Alexander Fischer in seiner Eigenschaft als stellvertretender Rotkreuzleiter Altena-Nachrodt-Wiblingwerde in Bonn abgeholt hat.

Doch das neue Hilfsfahrzeug ist nicht das einzige, was künftig die Arbeit des DRK im hiesigen Raum unterstützen wird. Bereits vor einigen Tagen holten die Aktiven bei einem Fachhändler in Memmingen einen weiteren Mercedes-Sprinter ab. Dabei handelt es sich um einen Rettungswagen. Dieses Auto soll künftig insbesondere bei Sanitätswachdiensten und zur Unterstützung des Rettungsdienstes und der Feuerwehren im Altenaer und Nachrodt-Wiblingwerder Stadt- und Gemeindegebiet genutzt werden.

Das Fahrzeug hat einen so genannten Kofferaufbau, würde neu etwa 100 000 Euro kosten und folgt einem DRK-Fahrzeug, „das nicht mehr durch den TÜV gekommen ist“, wie Fischer sagt. Der Memminger Fachhändler hat es aber beim Kauf in Zahlung genommen. So mussten für das Ersatzfahrzeuge „nur“ 10 000 Euro bezahlt werden. Es wurde durch Spenden finanziert. Fischer hält es dennoch für einen guten und überlegten Kauf. „Der Sprinter hat erst eine Laufleistung von rund 90 000 Kilometer und war zwölf Jahre an der DRK-Landesschule in Münster eingesetzt.“ Entsprechend gepflegt sei das Auto, das man zurzeit mit Signets versehen lasse. Das in Zahlung gegebene Auto wird „vermutlich schon bald in Afrika sein“, sagt Fischer. Das habe der Händler angedeutet, der es fachkundig reparieren wolle. Zurück zum neuen Fahrzeug: Dankbar ist das hiesige DRK dem Bundesministerium des Innern. Das hat nämlich das neue Auto komplett finanziert. Immerhin kostet es in der gewählten Ausstattung „etwa 120 000 Euro.“ Man verfüge jetzt über einen Gerätewagen mit großem Kofferaufbau zum Betrieb eines Behandlungsplatzes. Und so hält das neue Fahrzeug unter anderem Zelte, Rucksäcke, ein Notstromaggregat und vieles mehr vor.

Beide Fahrzeuge sollen am 1. Mai offiziell in Dienst gestellt werden. Fahren dürfen sie übrigens alle die Helfer, die noch den alten Führerscheinklasse III besitzen. Wer eine neuere Führerscheinprüfung abgelegt hat, muss Zusatzkurse für einen entsprechenden Führerschein ablegen. Denn beide Sprinter haben ein Gewicht von 3,5 Tonnen. „Diese Führerscheinprüfungen gehen dann allerdings noch zu Lasten unseres Ortsvereins“, so Fischer. ▪ Von Johannes Bonnekoh

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