SPD stellt keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten in Altena

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Fraktions- und Ortsvereinschef Lutz Vormann war als Bürgermeister-Kandidat geplant.

Altena - Das ist ein Paukenschlag: Die einst starke SPD stellt in Altena keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten für die Kommunalwahl. Das hat einen besonderen Grund.

Die zweitstärkste Oppositionspartei im Rat der Stadt, die SPD, wird keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten für die Kommunalwahl im September aufstellen. 

Diesen Beschluss fasste der Ortsverband in einer Sitzung am Montag einstimmig. Die Entscheidung wird damit begründet, dass ihr Fraktions- und Ortsvereinschef Lutz Vormann „als geborener Kandidat“ gesundheitlich nach wie vor stark angeschlagen sei. 

Keine Erklärung

Eine Erklärung, warum die SPD weder aus den eigenen Reihen noch von außerhalb einen anderen Kandidaten als Ersatz benennt, gab es trotz intensiver Nachfrage bei mehreren Vorstands-Mitgliedern nicht. 

Die Genossen hätten noch bis vor einigen Tagen gehofft, Vormann könne schnell wieder gesunden und zu alter Stärke zurückfinden.Wörtlich heißt es in der Pressemitteilung der Partei: „Wir stellen die Gesundheit unseres Vorsitzenden an die erste Stelle. Wir möchten sie nicht durch einen anstrengenden Wahlkampf gefährden.“ 

SPD: "Sind uns der Verantwortung bewusst"

Vormann gehört neben dem Rat auch dem Kreistag an und bekleidet dort das Ehrenamt eines stellvertretenden Landrats. Um die Landrat-Position selbst hatte er sich bei der letzten Kommunalwahl beworben, war aber Amtsinhaber Thomas Gemke (CDU) unterlegen. 

Die Partei, so heißt es in der von Markus Ferber und Reiner Kemmerling als neue stellvertretende Parteichefs erarbeiteten Erklärung, sei sich ihrer Verantwortung zum Wohle der Stadt bewusst und werde deshalb „wie gewohnt in jedem Wahlbezirk mit einem motivierten und kompetenten Kandidaten“ für den künftigen Rat der Stadt antreten. 

Das sind die Kandidaten

Damit konkurieren bis jetzt Uwe Kober (CDU), dieparteilosen Bewerber Volker Spitz und Gerhard Rösner sowie die ebenfalls parteilose, aber von Bündnis 90/Die Grünen ins Rennen geschickte Katharina Hübenthal um die Nachfolge von Dr. Andreas Hollstein (CDU) als Bürgermeister. 

Vor fünf Jahren hatte die SPD den Ihmerter Rechtsanwalt Christian Gosch aufgestellt. Er holte 30,2 Prozent der Wählerstimmen und damit nur unwesentlich mehr als die SPD, die am Ort auf 29,9 Prozent kam. Hollstein dominierte die Wahl mit 69,8 Prozent der Wählerstimmen.

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