Neue Wege zur Integration in Paris geebnet

Gruppenfoto der Vertreter der beteiligten Städte mit der Projektleiterin Claire Charbit (3. v. links)  Foto: Stadt Altena

Altena -   Frisch zurück aus Frankreich ist Stefan Kemper, Vertreter des Verwaltungschefs. Er konnte in Paris an der Vorstellung einer OECD-Studie zur kommunalen Migrationsarbeit teilnehmen. „Interessant, die verschiedenen Ansätze der neun europäischen Großstädte und unserer Stadt Altena zu vergleichen“, meint Kemper. „Das dezentrale Wohnen in den Stadtteilen und das Kümmerer-Modell sind auf großes Interesse gestoßen.“

Im vergangenen Sommer hatten Mitarbeiter der OECD in Altena Analysen und Interviews zum Thema Migration und Integration durchgeführt. Grund war eine Untersuchung vor dem Hintergrund der starken Flüchtlingsströme. Inzwischen wurde der Bericht fertiggestellt und am Mittwoch in Paris der Öffentlichkeit präsentiert.

Ein Ergebnis war, dass im Gegensatz zu früherer Handhabe, wo Zuwanderer sich selber überlassen wurden, Integrationsarbeit nun zum ersten Mal als politisches Thema aktiv angegangen wurde. Die Stadt Altena wurde insbesondere im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt und der dezentralen Unterbringung als gutes Beispiel hervorgehoben. Es ging auch darum, positive Beispiele im Hinblick auf die künftige EU-Strukturpolitik zu finden. Gesprächsteilnehmer vor Ort waren unterschiedliche Akteure, unter anderem der Bürgermeister, Mitarbeiter der Verwaltung, Ratsmitglieder, Ehrenamtler des Stellwerks und aus den Reihen der Kümmerer, Vertreter der Wirtschaft, des Arbeitsamts, von Vereinen, der Altenaer Baugesellschaft und der Schulen, Vertreter der Landesregierung und des Märkischen Kreis und natürlich die Geflüchteten selbst.

Das Bundesministerium für Wirtschaft hatte Altena als einzige deutsche Kleinstadt für die europaweite Studie vorgeschlagen. Neben Berlin als weitere deutsche Teilnehmerstadt wurden die Städte Amsterdam, Athen, Barcelona, Glasgow, Göteborg, Paris, Rom und Wien im Rahmen der europäischen Studie untersucht.

Vor der offiziellen Vorstellung der Studie mit dem Titel „Working together for local integration of migrants and refugees“ konnten Vertreter der Partnerkommunen bei einem runden Tisch die Schlüsselinhalte besprechen. Hierbei wurde auch diskutiert, wie die Ergebnisse in der Praxis umgesetzt werden können. Für die Stadt Altena nahm der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Stefan Kemper, an dem Treffen in Paris teil.

Die Studie erscheint vorerst nur in englischer Sprache. Weitere Informationen zur Studie in Kürze auf der Homepage der Stadt.

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