Statt Knöllchen gibt‘s jetzt rote Karten

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Der Autofahrer hat die Wahl: Er zieht am Automaten einen Parkschein, oder er riskiert die „rote Karte“. ▪

ALTENA ▪ Seit dem 3. Januar gibt es statt der altvertrauten Knöllchen „rote Karten“. Etwa postkartengroß sind die gedruckten Hinweise, durch die ein Falschparker erfährt, dass er bei einer Kontrolle erwischt worden ist. „Hier parken Sie falsch!“ heißt es unter dem Logo der Stadt Altena. Die Kunststofftüten mit dem Parkverbotsschild darauf gehören damit der Vergangenheit an. Der Empfänger der „roten Karte“ wird gebeten, mit Zahlungen und Rückfragen zunächst zu warten, und er erfährt, dass ihm in den nächsten Tagen ein Anhörungsbogen zugeschickt wird. Neu ist auch, dass er per Post auch gleich ein Foto seines Verstoßes erhält.

Das Ordnungsamt hatte sich im Vorfeld der Einführungen des so genannten „Winowig“-Verfahrens (wir berichteten) für einen anderen Weg entschieden, als er von der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale beschritten wird. Lieber folgte man an der Lüdenscheider Straße dem Beispiel von Lüdenscheid und Iserlohn, wo das Winowig-System bereits läuft. Zeitgleich mit der Burgstadt hat auch Meinerzhagen diese Lösung übernommen, außerdem Herscheid.

Die neue Technik bringt einige Vorteile mit sich, berichtet Klaus Peter Trappe vom Ordnungsamt. So entfällt jetzt das Auslesen der früher verwendeten Knöllchen-“Keulen“ ins städtische PC-System, außerdem reduziert sich der Verwaltungsaufwand für Druckarbeiten und den Versand der Anhörungsbogen – all das wird jetzt zentral von Berlin aus erledigt.

Vor Ort kommt bei „Winowig“ – übrigens eine Wortschöpfung aus „Windows“ und „Ordnungswidrigkeitengesetz“ – bei den Kontrollen ein speziell ausgestattetes IPhone zum Einsatz, dass für die Verwaltung auch gleich einen Vorgang anlegt. ▪ tk

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