Start der Tafel: Corona fordert besondere Regeln

Helfer der Tafel in Lüdenscheid
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Helfer der Tafel in Lüdenscheid bringen die Lebensmittel nach Altena.

Startklar für die Tafel in Altena: Rund 50 Helfer gehören zum Team der Lebensmittelausgabe. Los geht‘s am Dienstag (12. januar) mit der ersten Ausgabe. Die findet unter besonderen Corona-Bedingungen statt.

Altena – Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, am Dienstag, 12. Januar, ab 10 Uhr erfolgt die erste Lebensmittelausgabe an Bedürftige. Das Stellwerk als eine Art Zweigstelle der Lüdenscheider Tafel ist gerüstet für den Startschuss in der Burgstadt. Die Zahl der ehrenamtlichen Helfer ist mit 50 bemerkenswert groß.

Aufgrund der angespannten Corona-Lage wurde lange darüber diskutiert, ob die erste Ausgabe von Lebensmitteln am Dienstag tatsächlich in den Stellwerk-Räumlichkeiten an der Lüdenscheider Straße 31 stattfinden wird oder ob die Lebensmittel an die Bedürftigen ausgeliefert werden.

Corona-Schutz: Zehn Minuten zwischen jeder Ausgabe

Letztendlich entschieden sich die Verantwortlichen um Anette Wesemann dazu, die Ausgabe in den Stellwerk-Räumlichkeiten unter Einhaltung sämtlicher Corona-Schutzregeln durchzuführen. „Die bislang 28 registrierten Haushalte haben alle einen festen Termin, also eine feste Uhrzeit bekommen“, betont Wesemann. Damit es zu keiner Warteschlange kommt, liegen zwischen jeder einzelnen Ausgabe zehn Minuten.

Auch die Zahl der ehrenamtlichen Helfer wurde mit acht angesichts der Pandemielage bewusst klein gehalten. Die Helfer, die bei der ersten Ausgabe (10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr) nicht dabei sein können, werden bei späteren Ausgaben eingesetzt.

Räume in Altena komplett ausgestattet

Angeschafft wurde ein Kühlschrank, um verderbliche Lebensmittel zu kühlen. „Auch die Räume sind soweit fertig“, freut sich Wesemann darüber, dass die „Geschäftsausstattung“ mit Regalen komplett ist. Die erste Lieferung der Lüdenscheider Tafel wird am Montagmittag erwartet. „Ich kann nicht einschätzen, was da an Ware kommt“, sagt Wesemann gespannt.

Klar ist hingegen, dass der Ausgabetermin am Dienstag der einzige im Januar bleiben wird. Ab Februar wird es an jedem ersten und zweiten Dienstag des Monats Lebensmittel-Ausgaben in den Stellwerk-Räumlichkeiten geben. Der Vorsitzende der Tafeln kommt aus Altena - und hat ein besonderes Buch geschrieben.

Nur registrierte Kunden mit Termin werden bedient

Zwei Ausgabetermine bedeuten aber nicht, dass jeder registrierte Haushalt auch zweimal monatlich mit Lebensmitteln versorgt wird. „Kunden können einmal im Monat zu uns kommen“, so Wesemann. Sie bittet darum, dass nur diejenigen zur Ausgabe erscheinen, die sich vorher auch beim Stellwerk angemeldet und einen Termin bekommen haben.

Dass sich trotz rund 1500 Personen, die in der Burgstadt in sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben, bis dato lediglich 28 Haushalte – in einigen davon leben auch Kinder – registriert haben, irritiert Anette Wesemann nicht. Im Gegenteil: „Es ist erst der Anfang, das Angebot wird sich noch rumsprechen. Wir sind aber auch ganz froh darüber, dass wir zum Beginn nicht gleich überrannt werden.“

Bedürftigkeit nachzuweisen

Zum einen sei ein Start unter Corona-Bedingungen durchaus herausfordernd, zum anderen hätten die Helfer dadurch die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln. Anette Wesemann geht davon aus, dass in Zukunft mehr Bedürftige, die sich gerne an das Stellwerk wenden könnten, das neue Angebot in Anspruch nehmen werden.

Die Bedürftigkeit ist beim Stellwerk allerdings durch behördliche Unterlagen wie beispielsweise einem Jobcenterbescheid nachzuweisen. Alle Infos und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog. 

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