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Starkregen, Stürme, Trockenheit: So bereiten sich die MK-Kommunen vor

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Von: Markus Wilczek

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Das Jahrhundertunwetter im Sommer 2021 sorgte auch in Altena für verheerende Schäden. Die Beseitigung wird noch Jahre dauern. Um ähnliche Katastrophen künftig zu verhindern, arbeitet der Kreis in Kooperation mit den Kommunen an einem Klimafolgenanpassungskonzept.
Das Jahrhundertunwetter im Sommer 2021 sorgte auch in Altena für verheerende Schäden. Die Beseitigung wird noch Jahre dauern. Um ähnliche Katastrophen künftig zu verhindern, arbeitet der Kreis in Kooperation mit den Kommunen an einem Klimafolgenanpassungskonzept. © Tokarski, Janine

Aufgrund der Klimaerwärmung rechnen Experten in Zukunft mit mehr Stürmen, Starkregenfällen, Hitzewellen und Trockenheit. Das Wetter stellt auch die heimische Region vor große Herausforderungen.

Der Märkische Kreis ergreift daher gemeinsam mit den Städten und Gemeinden Maßnahmen zur effektiven Vorsorge. Vor knapp einem Jahr hat der Märkische Kreis die Erstellung eines Klimafolgenanpassungsteilkonzeptes „Wasser“ in Auftrag gegeben. Es beinhaltet die Ermittlung von sensiblen Schwerpunkten bei der Wasserversorgung sowie kommunenscharfe Maßnahmenkataloge. Zwei Bausteine stehen dabei im Fokus: zu wenig Wasser (durch Trockenheit oder Dürre) sowie zu viel Wasser (Starkregen).

„Erstellt wird eine komplette Übersicht der Wasserversorgung (unter anderem Trinkwasser, Löschwasser) im Kreisgebiet mit Verweis auf sensible Punkte. Daraus ergeben sich Handlungsfelder und zu entwickelnde Maßnahmen“, heißt es in einer Mitteilung des Märkischen Kreises. Anhand einer 2D-Simulation werde darüber hinaus das Thema „Starkregen“ beleuchtet. „Rettungskräfte, aber auch Unternehmen und Eigentümer, können in dem Modell sehen, wie schnell und mit welcher Geschwindigkeit Wasser in einem Gebiet ansteigt und wann es wieder abfließt. Auch hier werden Handlungsfelder und Maßnahmen zum Schutz vor weiteren Katastrophenlagen entwickelt“, teilt der Kreis weiterhin mit.

Erste Entwürfe liegen vor

Nach Abschluss der Datensammlung liegen nun erste Entwürfe der Wasserversorgungskarte und der Starkregensimulation vor. Bis Januar 2023 werden diese nun von Beteiligten wie den Kommunen, den Feuerwehren, den Stadtwerken sowie Wald und Holz NRW überprüft und ergänzt. „Die ersten Ergebnisse können sich sehen lassen“, findet der Märkische Kreis. Unter anderem die Feuerwehren sähen einen großen Mehrwert in der Simulation. Ziel sei es, mögliche Einsätze noch effizienter planen zu können.

Im Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum des Märkischen Kreises auf Rosmart in Altena hatten Kreisbrandmeister Michael Kling und die Kreis-Klimaschutzbeauftragte Petra Schaller über das Thema „Zu viel Wasser – zu wenig Wasser“ informiert.
Im Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum des Märkischen Kreises auf Rosmart in Altena hatten Kreisbrandmeister Michael Kling und die Kreis-Klimaschutzbeauftragte Petra Schaller über das Thema „Zu viel Wasser – zu wenig Wasser“ informiert. © Heyn/Märkischer Kreis

In insgesamt 38 Veranstaltungen, davon allein 23 Workshops für Kommunen, Feuerwehr und Kreisverwaltung, ist das Thema Klimafolgen in diesem Jahr aufgegriffen worden. Neben einer Befragung aller Verwaltungen und weiterer Akteure wurde auch die interessierte Öffentlichkeit beteiligt: Verschiedene Vortragsveranstaltungen, eine Wasser-Tour und eine Online-Beteiligung, bei der Anregungen und Hinweise in eine Karte auf der Homepage des Kreises eingetragen werden konnten, gaben den Bürgern die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen.

Konzept soll Ende 2023 fertig sein

Das fertige Konzept soll Ende 2023 vorliegen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Märkischen Kreises oder bei der Klimaschutzbeauftragten Petra Schaller (Rufnummer 02351/9666361; E-Mail: p.schaller@maerkischer-kreis.de).

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