Weißrussische Partnerstadt

Städtepartnerschafts-Kreis hat viele neue Ideen - Pinsk-Förderer fühlen sich aber allein gelassen

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Der Förderverein Pinsk bei seiner Versammlung in der Gaststätte Droste.

Altena - Gregor Kertelge möchte die Schulpartnerschaft mit dem Burggymnasium und den Gymnasien der Partnerstadt Pinsk gerne verfestigen und ausweiten. Sofern die Stiftung West-Östliche Begegnungen Fördergelder bewilligt, könnten im August Schüler, Studenten und Berufstätige aus Pinsk nach Altena kommen, um gemeinsam an einem zweisprachigen Theaterstück zu arbeiten. Ein Gegenbesuch in Pinsk könnte im Herbst stattfinden.

Viele Leute hat der BGA-Lehrer schon ins Boot geholt. Darunter Übersetzer, Archivare und Historiker, die auf der Basis des Buchs „Aus dem Feuer gerissen: Die Geschichte des Pjotr Ruwinowitsch“ ein Gesamtwerk für die Bühne erstellen können. Vor wenigen Jahren hatte Kertelge analog das Werk von Werner Müller schon einmal mit einem Literaturkurs des Burggymnasiums inszeniert und um einen weiteren Handlungsstrang erweitert.

Kooperation mit dem Burggymnasium

Das würde er nun gerne mit Altenaern und Pinskern detailliert ausarbeiten und in szenischen Lesungen vorstellen, sofern die Finanzierung für das Projekt steht. Die Planungen stellte der Pädagoge am Montag im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Pinsk vor. Bereits 2018 hatte mithilfe der Stiftung West-Östliche Begegnungen ein Austausch stattfinden können. Unter dem Motto „Demokratie - Just do it!“ fanden tolle Begegnungen statt, aus denen Freundschaften entstanden sind.

Politik schaut weg

Allerdings, das bemängeln die Mitglieder sehr, bleiben sämtliche Aktivitäten zur Kultivierung von Kontakten am Förderverein hängen. „Wir werden von Rat und Verwaltung kaum wahrgenommen“, erklärten die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung mit Bedauern. „Früher war das mal anders. Mittlerweile sind wir auf uns allein gestellt. Das wäre akzeptabel, wenn wir private Freundschaften unterhalten würden, aber wir pflegen schließlich die Kontakte zu Altenas offizieller Partnerstadt.“

Pinsker dankbar für Hilfe aus Altena

An ihre Unterstützer im Sauerland denken die Pinsker gern und oft. Sehr gefreut haben sich die Bürger, als im vergangenen Jahr wieder ein Hilfstransport mit Altenaer Spenden eintraf. Angelika Mosch als Fördervereinsvorsitzende hatte sogar eine Einladung zur Nachhaltigkeitskonferenz in Minsk bekommen und angenommen. In Dahle ist das Team von Ulla Klüppel unermüdlich beim Sortieren und Etikettieren von Sachspenden beschäftigt. Jeden Mittwochvormittag machen sich die Helfer an die Arbeit. „Wir brauchen aber noch ein paar helfende Hände mehr. Das ist eine schöne Aufgabe, die körperlich nicht zu sehr anstrengt und nette Kontakte ermöglicht“, wirbt Angelika Mosch.

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