Städtefreundschaft über den Ozean hinweg

Owensville in Mittleren Westen der USA und Altena: In Freundschaft verbunden.

ALTENA/OWENSVILLE ▪ Da gibt es 7  000 Kilometer von Altena entfernt eine Klein- stadt im Mittelwesten der USA, die hat seit rund sechs Jahren den Blick stark auf die Burgstadt gerichtet. Auf Anregung des Friendship Clubs Altena-Owensville hat jetzt der Stadtrat der 2500-Seelen-Gemeinde im Staat Missouri die Anbringung von zwei Hinweisschildern mit der Aufschrift „Owensville – Städtefreundschaft mit Altena in Deutschland“, genehmigt. Auf Englisch lautet der Text unter dem Ortsnamen von Owensville: „City Friendship with Altena, Germany“.

Bürgermeister begeistert

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein nahm das freudig zur Kenntnis. Und das Stadtoberhaupt kann sich auch vorstellen, ein ähnliches Schild in der Burgstadt aufzustellen. „Allerdings müsste das der Freundeskreis selbst finanzieren“, sagte er auf Anfrage.

Nun bedeutet „City Friendship“ aber keinesfalls Städtepartnerschaft. Wenngleich die Gemeinde im Mittelwesten von Amerika gerne eine enge Partnerschaft mit Altena eingegangen wäre. Um eine offizielle Städtepartnerschaft aufzubauen, war vor fünf Jahren die damalige Bürgermeisterin von Owensville, Louise Baker, mit der Vorsitzenden des Deutsch-Amerikanischen Clubs, Anna Mae Rademacher, nach Altena gekommen. Der in der Burgstadt etablierte Freundeskreis Altena-Owensville unterstützte natürlich das Begehren der Freunde von drüben aus Amerika. In einem Gespräch mit dem Bürgermeister und den Vorsitzenden der Ratsfraktionen von CDU, SPD und Grünen konnten sich die Kommunalpolitiker für eine offizielle Partnerschaft, wie sie mit Peronne, Blackburn und Pinsk besteht, damals nicht entscheiden.

Missouri-Fluss

Ein Großteil der heute in der Kleinstadt in der Nähe des großen Missouri-Flusses lebenden Einwohner sind Nachfahren von den 98 Altenaer und Neuenrader Auswanderern, die mit Pastor Rauschenbusch vor 156 Jahren in den „Wilden Westen“ gingen und durch ihre Pionierleistungen den Ort Owensville aufbauten. Einige habe noch entfernte Verwandte in Altena.

Der Altenaer Freundeskreis erwartet in zwei Wochen den Besuch der Präsidentin Anna Mae Rademacher mit einer Reisegruppe in der Burgstadt. Da es sich lediglich um einen privaten Kurzbesuch handelt, strebt der Altenaer Club keinen offiziellen Empfang für die Gruppe aus Owensville an.

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein meinte, zwar sei die Entfernung zwischen beiden Städten schon riesig, doch „finde ich diese Verbindung supergut.“ Es werde schwierig, so etwas auf Dauer mit Leben zu erfüllen. Aber, es gäbe ja Flugzeuge. Und er denke mal, der Rat, der noch gefragt werden müsste, hätte auch gegen ein Schild am Ort nichts einzuwenden.

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