Erhöhter Mangan-Wert

Fuelbecke: Taucher nimmt Bodenproben

Am Dienstag im Filterwerk: Dort und an der Sperre selbst entnahmen Fachleute dutzende von Wasserproben.

Altena - Die Stadtwerke Altena suchen mit Hochdruck nach dem Grund für die erhöhten Mangan-Wert im Fuelbecker Wasser. Wasserproben und der Einsatz eines Industrie-Tauchers sollen neue Erkenntnisse liefern.

„Wir analysieren nun jeden Schritt auf dem Weg vom Roh- zum Trinkwasser und hoffen, so Aufschluss darüber zu bekommen, wo das Problem liegt und wie es in Zukunft vermieden werden kann“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Marc Bunse. Gestern entnahmen Mitarbeiter des Hygieneinstituts Gelsenkirchen an sieben unterschiedlichen Stationen bis zu 100 Proben aus dem Wasser. Von dem Rohwasser in der Fuelbecke-Talsperre bis zu den einzelnen Filterstufen der Wasseraufbereitung wird alles genauestens unter die Lupe genommen. Auch der Fuelbecker Bach als stärkster Zufluss wird untersucht.

Für die kommenden Tage sind weitere Messreihen unter veränderten Bedingungen geplant. Anfang kommender Woche soll sich zudem ein Industrie-Taucher die Talsperre genauer anschauen. Anhand von Unterwasser-Videoaufnahmen und einigen Bodenproben sollen die Rohwasserqualität, die Schichtenbildung in den unterschiedlichen Wassertiefen und die Ablagerungen am Grund untersucht werden.

„Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen uns unterstützen, die Ursache zu ergründen und gegebenenfalls unser Filterwerk optimal auf veränderte mikrobiologische Verhältnisse einzustellen“, sagt Bunse. Er geht wie Ralf Berlet, der technische Leiter der Stadt werke, davon aus, dass Prozesse innerhalb der Talsperre das Problem verursachen.

Im Filterwerk der Sperre wird seit beinahe 15 Jahren in einer der Filterstufen Mangan und Eisen ausgefällt, wie die Wasserwerker sagen. Das sei ein völlig normaler Vorgang, erklärte Bunse gestern: Die Manganwerte des „Rohwassers“ lägen häufig höher, als die Trinkwasserverordnung das zulasse.

Von allen Untersuchungen werden die Kunden der Stadtwerke Altena nichts mitbekommen, verspricht Bunse. Solange die Fuelbecke-Talsperre vom Netz genommen ist, werden sie von der Springer Quelle und über die ehemalige Transportleitung des Wasserbeschaffungsverbands Mark versorgt.

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