Stadtwerke Altena steigern Gewinn

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Altena - Die Stadtwerke haben ihren Gewinn im Jahr 2016 um etwa 300.000 auf 856.000 Euro gesteigert. Davon werden 800.000 Euro an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Das bedeutet, dass 600.000 Euro an den Bäderbetrieb gehen. Den Rest bekommt Mark-E. Mit dem restlichen Gewinn wird das Eigenkapital des Unternehmens aufgestockt. Die Eigenkapitalquote nähert sich der überaus guten 40 Prozent-Marke. 

Wie Marc Bunse, der Geschäftsführer des Unternehmens, am Mittwoch mitteilte, ist die Gewinnsteigerung auf einen Sondereffekt zurückzuführen: Nach dem Tod eines ehemaligen Geschäftsführers konnte eine für dessen Altersvorsorge gebildete Rücklage aufgelöst werden. 

Stabile Entwicklung

Als insgesamt stabil bezeichnete Bunse am Mittwoch die Entwicklung im Geschäftsjahr 2016. Die Stadtwerke seien inzwischen so gut aufgestellt, dass sie auch ohne die Dividende der Enervie die Existenz des Dahler Bades sichern können. 

Die Stadtwerke halten etwa 4,4 Prozent der Enervie-Aktien. Eine Dividende gibt es dafür aber schon seit 2013 nicht mehr. Er gehe davon aus, dass der Hagener Stromversorger frühestens 2019 wieder eine Gewinnausschüttung vornehmen werde, sagte Bunse. 

Rücklagen fangen auf

Die Stadtwerke-Gewinne reichen nicht ganz aus, um das Bad zu finanzieren. Trotzdem müsse man sich überhaupt keine Sorgen machen, sagte Bunse: Im Moment werden die Verluste noch fortgeschrieben. 

Nächstes Jahr ist das nicht mehr möglich – es gebe im Bäderbetrieb aber Rücklagen, mit denen weitere Defizite aufgefangen werden könnten. Auch die Stadt hat was von den Stadtwerken: Konzessionsabgabe und Gewerbesteuer summieren sich auf rund 600.000 Euro. 

Gewinn fällt bescheiden aus

Erstmals kommt ein Teil des Gewinns aus der Wassersparte. Das ist auf die Änderung des Wassertarifsystems zurückzuführen, die zu einer Mehrbelastung von Mietern in Mehrfamilienhäusern führte. Der Gewinn fällt allerdings mit etwas über 20.000 Euro bescheiden aus – richtig Geld verdient man nach wie vor mit dem Verkauf von Gas. 

Der Gasabsatz stieg 2016 witterungsbedingt um 10 Prozent auf 200 Gigawattstunden. Weil das Unternehmen 2016 eine deutliche Preissenkung vornahm, sank trotzdem der Umsatz um 0,3 Prozent. Bunse ist stolz darauf, dass es im ganzen Märkischen Kreis kein Stadtwerk gibt, dessen Gaspreis unter dem der Stadtwerke Altena liegt.

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