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Frau an der Spitze: Katrin Brenner ist neue Geschäftsführerin der Stadtwerke

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Von: Thomas Bender

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Katrin Brenner wird neue Geschäftsführerin der Stadtwerke. Stefan Kemper (links) und Helmar Roder stellten die Nachfolgerin von Hendrik Voß am Mittwoch vor.
Katrin Brenner wird neue Geschäftsführerin der Stadtwerke. Stefan Kemper (links) und Helmar Roder stellten die Nachfolgerin von Hendrik Voß am Mittwoch vor. © Bender, Thomas

An der Spitze der Stadtwerke steht ab Juni eine Frau: Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung haben sich einstimmig für die 53-jährige Mendenerin Katrin Brenner ausgesprochen.

Altena – Katrin Brenner folgte damit der Empfehlung einer Findungskommission, die aus dem bisherigen Stadtwerke-Geschäftsführer Hendrik Voß, seinem Stellvertreter Stefan Kemper und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Helmar Roder bestand. Sie sichteten über 60 Bewerbungen, darunter auch eine aus dem eigenen Haus. Zwölf Bewerber wurden schließlich zu Vorstellungsgesprächen eingeladen.

Katrin Brenner kommt aus der Kommunalverwaltung. Zunächst arbeitete sie beim Märkischen Kreis und wechselte dann zur Stadt Iserlohn, wo sie zuletzt Beigeordnete war. 2015 trat sie als Bürgermeisterkandidatin der CDU gegen den Amtsinhaber Peter Paul Ahrens an und verlor im zweiten Wahlgang nur knapp. Darauf führt sie es zurück, dass sie zwei Jahre später nicht wiedergewählt und in Pension geschickt wurde. Da blieb sie aber nicht lange: Seit 2018 arbeitet sie bei Remondis Aqua und Energie, kennt sich also in der Branche aus. Und mit Bädern: Bevor sie in Iserlohn Beigeordnete wurde, baute sie das dortige kommunale Immobilienmanagement auf – eine Arbeit, bei der sie viel mit Schwimmbädern und den Iserlohner Stadtwerken als deren Betreiber zu tun hatte. Das wird ihr in Altena zugute kommen: Wie schon Voß und sein Vorgänger Marc Bunse ist auch die Stadtwer-kechefin in Personalunion Leiterin des städtischen Bäderbetriebes und des Abwasserwerkes. Damit muss sie sich auch um den Wiederaufbau des Frei- und Hallenbades und die Sanierung der Flutschäden am Kanalnetz kümmern. „Echte Baustellen finde ich großartig“, sagte Brenner dazu.

Frau an der Spitze: Katrin Brenner ist neue Geschäftsführerin der Stadtwerke

Sie wisse, dass sie in Altena ein gut aufgestelltes Unternehmen mit motivierten Mitarbeitern übernehme, erklärte die Voß-Nachfolgerin, als sie am Mittwoch der Presse vorgestellt wurde. Sie strebe einen möglichst reibungslosen Übergang an und habe deshalb mit Hendrik Voß verabredet, ab sofort engen Kontakt zu halten.

An den Stadtwerken Altena fasziniert Brenner vor allem die Tatsache, dass sie bei der Trinkwasserversorgung mit Fuelbecke und Springer Quelle komplett autark sind – „ich kenne viele Städte, die deshalb total neidisch auf Altena sind“. Als große Herausforderung betrachte sie es, den Gaspreis auch zukünftig so zu gestalten, dass jeder sich das Beheizen seines Hauses leisten könne: „Das ist ein großes Thema, das wir angehen müssen“.

Die Vorstellung von Katrin Brenner verbanden Helmar Roder und Stefan Kemper mit einem Dank an Hendrik Voß – „er hat hier einen hervorragenden Job gemacht“. Voß, der gerade zum ersten Mal Vater geworden ist, wechselt zu einem familiengeführten Finanzdienstleister, der seinen Sitz deutlich näher an Voß’ Wohnort Hamm hat.

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