Stadtwerke bauen ihr Controlling weiter aus

Gas ist nach wie vor eine umweltfreundliche Energiequelle.

von Johannes Bonnekoh - ALTENA - Heidemarie Haseley ist ein „Urgestein“ bei den örtlichen Stadtwerken. Knapp 48 Jahre ist die Frau in leitender Position beim heimischen Traditions-Versorger tätig und hat jetzt den Ruhestand in Sichtweite.

Deshalb schrieb das Unternehmen die Position des oder der Leiter/in Finanzen neu aus. Einher geht damit aber auch die Neuschaffung einer halben Buchhaltungsstelle, wie Marc Bunse, Geschäftsführer der Stadtwerke, auf Anfrage bestätigte.

Er selbst ist noch recht frisch auf dem Chefstuhl, übernahm die Führungsposition erst zum 1. Januar. Doch für das 1858 gegründete Versorgungsunternehmen sieht Bunse „gute Chancen, sich auf dem Markt zu behaupten.“ So sei bereits seit einiger Zeit eine Welle der Re-Kommunalisierung zu beobachten. „Das lokale Stadtwerk dient der Daseinsvorsorge und der Stärkung der heimischen Wirtschaft. Nur mit den Großen, kann das nicht zielführend sein“, sagt der Geschäftsführer überzeugt.

Etwa 50 zu 50 Prozent ist am Ort der Anteil von technischen zu kaufmännischen Mitarbeitern. Und da setzt auch Bunse an. „Die kaufmännischen Themen werden die Zukunft beherrschen. Wir kommen mehr und mehr weg von der reinen Technik, müssen den Blick deutlicher auf die betriebswirtschaftliche Sichtweise richten.“ In Zeiten, in denen die Monopole weiter bröckelten, sei es ein Gebot der Stunde, jedes nur so kleine Einsparpotential zu sehen und auszuschöpfen. Ein Weg in diese Richtung ist bereits die seit Jahren bestehende Beschaffungs-Kooperation mit anliegenden Stadtwerken wie etwa Hemer, Werdohl oder Plettenberg innerhalb der Energiehandelsgesellschaft märkischer Stadtwerke (EHG). Letzten Endes profitiere jeder Altenaer davon, dass Erdgas in dieser Gemeinschaft eingekauft werde. Dass es schwieriger werde für Stadtwerke einer Größenordnung wie der in Altena, verkennt auch Marc Bunse nicht. Aber, das Werk sei gut aufgestellt und verfüge über hochmotivierte Mitarbeiter. Man werde auch alles daran setzen, beispielsweise mit den Regulierungsbehörden, die neben den Beschaffungskosten den Gaspreis vor Ort maßgeblich beeinflussen, gut zusammen zu arbeiten.

Heidemarie Haseley ist noch bis zum 31. Dezember als Leiterin im Rechnungswesen tätig. Von der neuen, halben Stelle, die mit ihrem Ausscheiden geschaffen wird, will Bunse „unser Controlling noch weiter ausbauen und stärken.“ Für ihn „zwar nur ein kleiner Schritt, aber ganz sicher wirksam, in Sachen Kosten- und Nutzenkontrolle.“ ▪

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