Auftrag der Stadtwerke Altena

Abbruch mitten im Wald: Das ist der Grund

Abbruch Hochbehälter
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Oberhalb der Knübotten-Kurve beseitigen Bagger die letzten Reste de Hochbehälters.

Zwischen dem Knübotten und dem Kohlberghaus haben Mitarbeiter der Nachrodt-Wiblingwerder Firma Müller in diesen Tagen einen ehemaligen Hochbehälter der Stadtwerke abgebrochen. Nachdem der letzte Schutt abgefahren worden ist, kann man allenfalls noch ahnen, dass bis vor kurzem mitten im Wald mal ein Gebäude gestanden hat.

Altena - Die Stadtwerke verfolgen schon seit Jahren das Ziel, ihre Kosten durch die Reduzierung von Anlagen zu senken. Deshalb legten sie schon vor einigen Jahren eine kleine Wassergewinnungsanlage an der Mühlhofstraße still. Von der wurde das Wasser in den jetzt abgebrochenen Hochbehälter gepumpt und dann an die wenigen Häuser an der Straße Rehecke verteilt. Sie zweigt in Höhe des Dahler Ehrenmals von der Neuenrader Straße ab.

Abbruch besser als Leerstand

Diese Kunden der Stadtwerke werden längst anders versorgt. Der Hochbehälter, der immerhin 350 Kubikmeter fassen konnte, wurde deshalb in den letzten Jahren nur noch für die Versorgung des Kohlberghauses benötigt. Die dafür erforderliche Druckerhöhungsstation ist inzwischen in einen ehemaligen Hochbehälter am Bäckerssiepen umgezogen. Der ohnehin stark renovierungsbedürftige Hochbehälter mitten im Wald konnte daraufhin abgebrochen werden. „Wir hätten ihn sonst sanieren müssen“, erklärt Ralf Berlet, der technische Leiter der Stadtwerke. Der sofortige Abbruch sei besser als ein womöglich jahrelanger Leerstand: Auch nicht genutzte Gebäude kosteten schließlich Geld. So gesehen könnten sich die Stadtwerke den schon vor vielen Jahren stillgelegten Hochbehälter am Heuweg mal vornehmen, der wahrlich keinen einladenden Eindruck mehr macht.

Noch sieben Hochbehälter

Die Stadtwerke betreiben heute noch sieben Hochbehälter. Der Größte ist der am Tannenweg in Evingsen, von dem aus auch ein Großteil von Dahle versorgt wird. Andere Bereiche des Dorfes bekommen ihr Wasser aus dem Hochbehälter auf dem Nettenscheid. Dadurch sei gewährleistet, dass das Dorf auch dann versorgt werden könne, wenn es einen Schaden an einer der Hauptversorgungsleitungen gebe, sagt Berlet.

Auch Brunnen vom Netz genommen

Übrigens: In Dahle gibt es noch einen weiteren Hochbehälter, nämlich an der Hochstraße. Der gehört aber nicht mehr den Stadtwerken: Sie haben ihn an die Feuerwehr übergeben, die ihn als Löschwasser-Reservoir nutzt.

Neben drei Hochbehältern hat das Unternehmen in der Vergangenheit auch mehrere Brunnen vom Netz genommen, zum Beispiel in der Brachtenbeck, am Grenningloh und am Stortel. Trinkwasser für die Stadt liefern heute ausschließlich die Fuelbecke-Talsperre und die Springer Quelle. Das spart schon deshalb Kosten, weil sich die Zahl der zu untersuchenden Wasserproben dadurch verringert hat.

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