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Stadtwerke geben Mehrwertsteuersenkung weiter

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Von: Thomas Bender

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Gas wird in Altena nicht ganz so teuer wie befürchtet. Im Januar droht aber schon die nächste Preiserhöhung. © Grein, Dirk

Gas für 9,9 Cent pro Kilowattstunde gibt es in Altena nur noch diese und nächste Woche: Wie berichtet, steigt der Gaspreis am 1. Oktober. In diesem Zusammenhang hatten die Stadtwerke angekündigt, dass sie alle Kunden anschreiben und ihnen neue, angepasste Abschlagszahlungen vorschlagen würden. Auf diese Post warten die Altenaer aber bisher vergeblich.

Altena – Das liegt an den rasanten Veränderungen, denen der Gasmarkt im Moment unterworfen ist. Konkret geht es um die Ankündigung der Bundesregierung, die Mehrwertsteuer für Gas von derzeit 19 auf 7 Cent zu senken. Deshalb steigt der Gaspreis in Altena nicht wie zunächst geplant auf 13,62 Cent, sondern auf 12,25 Cent.

Briefe kommen diese Woche

Die Stadtwerke hätten den entsprechenden Kabinettsbeschluss abwarten wollen, bevor sie ihre Kalkulation überarbeiten, sagte Vertriebsleiter Hendrik Siebecke. „Deshalb gehen die Informationen zu den neuen Abschlägen erst in dieser Woche raus“, sagte er. Ausnahme: In den Stadtteilen, in denen (wie im Mühlendorf) im vergangenen Monat die Zähler abgelesen wurden, erhalten die Kunden die Hinweise zu den neuen Abschlägen mit der Jahresrechnung.

Als Nettopreis geben die Stadtwerke in der Stufe 2 (Jahresverbrauch 5001 bis 50 000 Kilowattstunden) rund 11,45 Cent an. Damit liegen sie noch recht günstig, wie ein Blick auf vergleichbare Tarife anderer Anbieter zeigt. In Iserlohn kostet das Gas 14,2 Cent pro Kilowattstunde, Lüdenscheid nimmt ab 1. November 12,6 Cent und Werdohl liegt bei 11,35 Cent, hat aber bereits eine Erhöhung angekündigt.

Richtig teuer ist das Gas in Meinerzhagen

Richtig teuer ist das Gas in Meinerzhagen, wo ab 1. Oktober 17 Cent fällig werden. Am unteren Ende der Preisskala rangiert Plettenberg mit einem Nettopreis von 9,2 Cent. Dort wechselt der Gasvertrieb zum Jahreswechsel von den Stadtwerken zur Enervie-Gruppe. Der Plettenberger Stadtwerkechef Dr. Uwe Allmann rechnet für diesen Zeitpunkt mit einer deutlichen Preiserhöhung.

Da sieht in Altena wahrscheinlich nicht anders aus: In den Briefen, die die hiesigen Stadtwerkekunden in Kürze erhalten, wird bereits auf die große Wahrscheinlichkeit einer weiteren Preiserhöhung zum 1. Januar hingewiesen. Das hängt mit dem zusammen, was Fachleute „tranchierte Beschaffung“ nennen. Zur Streuung des Preisrisikos wird dabei der Einkauf von Gas über mehrere Zeitpunkte verteilt und jeweils Teilmengen (Tranchen) des gesamten Jahresbedarfs besorgt. Das geschieht mit zeitlichem Vorlauf, sodass die extremen Preisanstiege der letzten Monate erst mit Verzögerung beim Kunden ankommen werden.

Ich kann heute nicht sagen, was das Gas ab 1. Januar kosten wird.

Hendrik Siebecke, Vertriebsleiter Stadtwerke

Mit einer Prognose hält Siebecke sich zurück: „Ich kann heute nicht sagen, was das Gas ab 1. Januar kosten wird“. Es sei aber wahrscheinlich, dass das Unternehmen gegen Ende des Jahres ein weiteres Mal eine Erhöhung der Abschläge empfehlen werde.

Am Donnerstag, 29. Oktober, stehen Mitarbeiter der Stadtwerke auf dem Wochenmarkt Rede und Antwort zur Gaspreisentwicklung. Es wird dort auch Energiespartipps geben.

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