LED-Austausch aufwändiger als zunächst gedacht

2700 Leuchten wurden stadtweit ausgetauscht – dabei wurde der ursprünglich angedachte Zeitrahmen deutlich überschritten.

ALTENA -  Bereits im Juli sollte der stadtweite Austausch der Straßenbeleuchtung auf die neue, energiesparende LED-Technik abgeschlossen sein. Das hat nicht geklappt. Jetzt aber kann Sebastian Jülich aus dem Rathaus „Vollzug“ vermelden.

„Kommende Woche werden die letzten, kaum mehr als ein Dutzend von dann stadtweit etwa 2700 neuen Leuchten montiert“, sagte der Diplom-Ingenieur auf Anfrage. Der Projektleiter weiter: Niemand müsse sich Sorgen machen, dass die Stadt Zuschüsse zurückgeben müsse. Alles werde so abgerechnet, wie es angedacht sei. Auch wenn es einige Monate Verzug gegeben habe. Den führt Jülich unter anderem auf einige kniffelige Baustellen zurück. Dazu gehören auch die 15 Leuchten, deren Montage jetzt noch ansteht. Allerdings ging mit dem Austausch der Leuchten auch die teilweise Neueinrichtung von Stromverteilerkästen einher. Gestern war ein Fachteam mit der Montage und dem Umklemmen an der Lüdenscheider Straße in Höhe der ehemaligen Selve-Villa beschäftigt. Auch diese Arbeiten seien aber in der Investitionssumme enthalten, sagte Jülich. Sie würden allerdings nicht bezuschusst.

Wie mehrfach berichtet, werden die neuen Leuchten durch ihren stromsparenden Betrieb bis zu 220 000 Euro an Kosten für die Stadt im Jahr einsparen. Deshalb stimmte auch die Kommunalaufsicht zu, dass Altena trotz seiner großen finanziellen Probleme den stadtweiten Umbau und die Umstellung auf LED-Licht durchführen konnte. Das Zwei-Millionen-Invest wird mit 420 000 Euro vom Bund bezuschusst. Den Rest finanziert die Stadt zu besonders günstigen Konditionen bei der KfW-Bank.

Die neuen Leuchten spenden deutlich mehr Licht, weil sie es gebündelter auf Gehwege und Straßen abgeben als die herkömmlichen Lampen. Zudem seien sie natürlich nicht so wartungsintensiv. Dafür war bisher eine Fremdfirma zuständig und ein eigener Stadt-Elektriker. Bereits im Frühjahr hatte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein gesagt, über beide Posten könne man jetzt nachdenken.

Im Verlaufe der Arbeiten, die eine auswärtige Fachfirma durchführte, hat die Stadt nur einige Dutzend Leuchtenmasten erneuert, die teils durchgerostet waren.

Sebastian Jülich betonte noch einmal: Der Kämmerer profitiere vom Einsparpotential, der Bürger von besserem Licht. Die neuen Leuchten seien sogar dimmbar. Das werde die Stadt zumindest in den tiefen Nachtstunden an Anliegerstraßen auch tun.

von Johannes Bonnekoh

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