Stadtsportverband Altena

Emotionaler Abschied: Geschäftsführer geht unter Tränen 

Klaus Hoffmann, Geschäftsführer Stadtsportverband Altena
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Klaus Hoffmann (Mitte), Geschäftsführer des Stadtsportverbands Altena, legt sein Amt nieder.

Es war ein äußerst emotionaler Abend in der Sauerlandhalle. Dort tagte der Stadtsportverband Altena – und es flossen viele Tränen.

Altena – „Ich hätte meine Arbeit gerne gemacht. Ich habe gerne hier mitgewirkt, aber es gibt private Dinge, die machen mir das für die Zukunft unmöglich“, sagte Klaus Hoffmann, Geschäftsführer des Stadtsportverbands.

Man hörte dabei, wie schwer es ihm fiel, sein Amt aufzugeben. „Ich kann es einfach nicht mehr. Ich habe nicht mehr die Zeit dafür. Meine Kräfte werden woanders gebraucht“, sagte er. Dann brach seine Stimme und Tränen füllten seine Augen. Es war ein schmerzhafter Abschied, der alle in der Halle mitnahm.

Neues Ehrenmitglied bekommt Ehre nicht mehr mit

Seit 1998 war Hoffmann im Vorstand aktiv. Sein Leben war der Sport in der Burgstadt. Mit jeder Menge Herzblut und Leidenschaft erledigte er seine Arbeit und war Ansprechpartner für unzählige Probleme rund um den Altenaer Sport. Dass die Versammlung ihn zum Ehrenmitglied wählte, bekam Klaus Hoffmann schon gar nicht mehr mit. Er hatte die Halle nach seiner Abschiedsrede übermannt von seinen Gefühlen verlassen. „Klaus ist ein Mann des Sports. Ich denke, das hat er verdient“, sagte Wolfgang Wilbers, der den Antrag zur Ehrenmitgliedschaft stellte.

Es folgten die Berichte aus den einzelnen Vorstandsbereichen. Sie wirkten wie Geschichten aus einer anderen Zeit. „2019 war noch alles normal. Wie der Bericht für 2020 aussehen wird, weiß ich nicht, aber gewiss ganz anders“, sagte Tanja Noelle, Sportabzeichenbeauftragte des Stadtsportverbandes. Im vergangenen Jahr haben 217 Sportler das Abzeichen in Altena absolviert. Das waren sechs weniger als 2018. „In diesem Jahr sind es sicher weniger. Aktuell ist ja Sport unter gewissen Regeln möglich“, berichtete Noelle.

Corona macht Sport für Kinder schwierig

Wolfgang Wilbers, Beauftragter für den Schulsport, berichtete ebenfalls von Problemen. „Wir haben so viele Kooperationen zwischen Schulen/Kitas und Vereinen. Wegen der Corona-Pandemie sind die Aktivitäten allerdings ganz oder teilweise eingestellt worden. Wir suchen intensiv nach Wegen, sie wieder aufleben zu lassen“, sagte Wilbers.

Auch der Schulsport sei nicht in normalem Umfang durchführbar. Wilbers berichtete jedoch auch von einer guten Unterstützung der Bezirksregierung Arnsberg: „Wir haben einen wöchentlichen Newsletter mit geeigneten Bewegungsspielen und Aktivitäten bekommen, die auch auf dem Schulhof durchgeführt werden können.“ Dadurch sei ein umfangreicher Pool an Ideen entstanden, von dem Kinder und Lehrer auch nach den Ferien profitieren werden.

Geschäftsführer-Posten bleibt unbesetzt

Erfreulich ist auch, dass durch das Land in den kommenden Monaten 300 000 Euro nach Altena fließen werden, die in vereinseigene Sportanlagen fließen (wir berichteten). „Ich muss unsere Vereine wirklich loben. Die Aufteilung hat super geklappt, und es gab konstruktive Gespräche und Ideen“, sagte Kassierer Holger Wolf.

Der Vorsitzende Klaus-Peter Trappe erklärte zudem, dass der Posten von Klaus Hoffmann als Geschäftsführer vorerst nicht wieder besetzt werde. Die Arbeit von ihm werde zukünftig zwischen Trappe und Gundula Flusche aufgeteilt. „Es wäre aber schön, wenn wir jemanden fänden, der uns hilft und eine Art Sekretärinnen-Job übernehmen würde. Es sollte allerdings jemand mit einem sportlichen Background sein.

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