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Stadtradeln: Ziel von 500.000 Kilometern deutlich übertroffen

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Von: Thomas Bender

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Nicht überall im Kreis ist Fahrradfahren so schön wie hier auf dem Nettenscheid: Eine bessere Infrastruktur könnte dazu beitragen, dass mehr Menschen von vier auf zwei Räder umsteigen.
Nicht überall im Kreis ist Fahrradfahren so schön wie hier auf dem Nettenscheid: Eine bessere Infrastruktur könnte dazu beitragen, dass mehr Menschen von vier auf zwei Räder umsteigen. © Bender, Thomas

„Vielleicht knacken wir ja die 500 000 Kilometer“ wünschte sich Diana Czech, die Klimaschutzmanagerin des Märkischen Kreises, im Vorfeld des Stadtradelns 2022. Einen Tag nach dem offiziellen Ende der Aktion steht fest: Dieses Ziel wurde übertroffen, und zwar sehr deutlich.

3210 Märker radelten in den vergangenen drei Wochen 789 460 Kilometer – das sind 245 Kilometer pro Teilnehmer. Und es können sogar noch mehr werden, weil noch zwei Wochen lang nachgemeldet werden kann. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr machten rund 2000 Märker mit, sie fuhren rund 428 000 Kilometer.

Altena hat sein Vorjahresergebnis (100 Teilnehmer/20 175 Kilometer) sogar mehr als verdoppelt. 210 Burgstädter machten in diesem Jahr mit und fuhren zusammen 58 568 Kilometer. Dieses gute Ergebnis ist vor allem 20 Aktiven des TuS Dahle zu verdanken, die im Schnitt 586 Kilometer radelten und so über 11 700 Kilometer zurücklegten. In der Teamwertung folgen dann Vorjahressieger Jan’s Radland und „Blaulicht im Schatten der Burg“ – ein Team, in dem sich Angehörige von Feuerwehr und Polizei zusammengeschlossen haben. Im Schnitt fuhren die Teilnehmer aus Altena während der dreiwöchigen Aktion stolze 278 Kilometer.

Nachrodt kommt auf gut 9.000 Kilometer

Die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde machte in diesem Jahr zum ersten Mal mit. 38 Teilnehmer legten 9270 Kilometer zurück, das sind 243 pro Person. Das aus nur fünf Personen bestehende „Team Höh“ meldete dort 2344 Kilometer – 469 pro Kopf. Altena und Nachrodt kooperierten beim Stadtradeln, es wird deshalb am 24. September in der Burg Holtzbrinck eine gemeinsame Siegerehrung mit vielen Preisen für die besten Teilnehmer geben. Sie beginnt um 10 Uhr.

Es war wie schon im letzten Jahr das kleine Städtchen Balve, das im Kreis in Sachen Radeln die Nase deutlich vorn hatte: Von etwas über 11 000 Bürgern dort beteiligten sich 358 am Stadtradeln, sie fuhren zusammen über 120 453 Kilometer – das sind über 336 Kilometer pro Teilnehmer oder 10,9 Kilometer pro Einwohner.

Iserlohn landet auf Platz zwei

Zum Vergleich: Auf Platz zwei landete im MK-Ranking die Stadt Iserlohn, die nicht nur die größte im ganzen Kreis ist, sondern auch eine vergleichsweise gute Fahrrad-Infrastruktur ausweist. Dort machten 380 Bürger mit, sie fuhren 98 627 Kilometer. Das sind 260 Kilometer pro Teilnehmer, aber nur 1,0 Kilometer pro Einwohner. In Lüdenscheid, der zweitgrößten Stadt im Kreis, machten 272 Stadtradler mit, sie fuhren 58 311 Kilometer. Das bedeutet Platz sieben im MK-Ranking. Neben Balve und Iserlohn waren noch Meinerzhagen, Menden, Hemer und Altena besser.

Umstieg vom Auto aufs Rad

Hauptziel von Stadtradeln ist es, Menschen dazu zu bewegen, statt des Autos das Fahrrad zu nutzen und so zur CO2-Reduzierung beizutragen. Die 789 460 Kilometer im Märkischen Kreis bedeuten eine CO2-Einsparung von 122 Tonnen.

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