Drei Tonnen CO2 eingespart

Stadtradeln für den Klimaschutz

Sieger Stadtradeln
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Klimamanagerin Sabrina Grüber und Bürgermeister Uwe Kober mit den besonders fleißigen Teilnehmern.

Stadtradeln ist vorbei, am Freitag wurden am Langen Kamp die Sieger geehrt. Altenas Klimaschutzmanagerin Sabrina Grüber nannte dabei Zahlen, die auf den ersten Blick beachtlich sind: 100 Altenaer beteiligten sich an der bundesweiten Aktion und fuhren zwischen dem 18. August und dem 7. September wo immer möglich mit dem Rad statt mit dem Auto. Sie legten insgesamt 20 176 Kilometer zurück und sparten drei Tonnen CO2 ein.

Altena - Damit landete die Burgstadt allerdings im bundesweiten Rankung lediglich auf Platz 1403. Insgesamt beteiligten sich 2172 Städte und Gemeinden mit knapp 760 000 Radlern, die zusammen unglaubliche 142 Millionen Kilometer radelten und so 20865 Tonnen CO2 einsparten. Im kreisweiten Vergleich kommt Altena unter den elf teilnehmenden Kommunen auf Rang acht. Die meisten Kilometer radelten mit 82 468 die 375 Teilnehmer aus Iserlohn, es folgt Menden (336 Teilnehmer und 75881 Kilometer). Überraschend: Das kleine Städtchen Balve nahm mit 277 Radlern teil, die es auf fast 74000 Kilometer brachten. Das sind knapp 267 Kilometer pro Teilnehmer. Die 100 Altenaer schafften pro Kopf im Schnitt nur knapp 202 Kilometer.

Jans Radland war das beste Team

Am Team „Jans Radland“ lag es nicht. Dessen 15 Mitglieder fuhren 4048 Kilometer, damit gewannen sie vor „Blaulicht im Schatten der Burg“ von Polizei und Feuerwehr (17 Teilnehmer und 3025 Kilometer) die Stadt-Wertung der Teams. Auf Rang drei kam das Team der Familie Nierhof mit 2262 Kilometern.

Für diese Mannschaften gab es ebenso Urkunden und Präsente wie für die drei Männer und drei Frauen, die die meisten Kilometer zurücklegten. Bei den Frauen waren das Bianca Lohoff (479 Kilometer), Tanja Nölle (593 Kilometer) und Katharina Fenske (672 Kilometer), wobei Lohoff und Nölle ohne elektrischen Rückenwind unterwegs waren und damit bewiesen, dass Fahrradfahren in Altena auch ohne Pedelec möglich ist. Bei den Herren kam Howard Yeomans mit 628 Kilometern auf Platz drei. Jürgen Wagner (734 Kilometer) und Andreas Sieberling (754 Kilometer) waren noch erfolgreicher.

Mehr als eine Spaßaktion

Die Siegerehrung fand am Langen Kamp statt, wo die Ortsgruppe Werdohl des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, die Verbaucherzentrale und die Verkehrswacht die Gelegenheit nutzten, sich vorzustellen und für Fahrradfahren und Nachhaltigkeit zu werben.

Darum ging es nämlich letzten Endes und Sabrina Grüber war überzeugt davon, dass dieses Ziel auch erreicht wurde. Denn: Die von den Teilnehmern zurückgelegten Strecken wurden von einer App aufgezeichnet, wer wollte, konnte sie kommentieren. Aus diesen Notizen war zu entnehmen, dass viele Fahrten die Arbeitsstelle oder den Supermarkt zum Ziel hatten. Grüber: „Hier wurde wirklich aktiv Klimaschutz betrieben“. Deshalb sei die Aktion alles andere „als eine Spaßaktion für Fahrradfahrer“ gewesen.

Die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung wusste auch, dass der Durchschnittsteilnehmer 43 Jahre alt und männlich war – „es waren aber auch 80-Jährige dabei“.Uwe Kober ist noch keine 80, fuhr aber auch nicht mit – „irgendwann steige ich aber auch aufs Rad“ versprach der Bürgermeister, als er die Teilnehmer der Siegerehrung begrüßte. Wahrscheinlich wartet er, bis es beim Radwegebau in Altena Fortschritte gibt. Das Thema wurde von einem der Stadtradeln-Teilnehmer angesprochen, Kober stimmte zu: „Fahrradfahren ist der Trend der Zukunft. Deshalb brauchen wir vernünftige Fahrradwege“, sagte er und bat aber gleichzeitig um Verständnis dafür, dass es momentan für die Verwaltung andere Prioritäten gebe. Dass Altenas Stadtradeln-Teilnehmer es einmal um die halbe Welt schafften, ist für Kober um so bemerkenswerter , als dass sie während der Aktion „mit dem Sauerländer Sommer und wirklich schlechten Strßen“ konfrontiert gewesen seien.

Plädoyer für mehr Radwege

Dass es für die Teilnehmer das ein oder andere Präsent gab, war Jans Radland und der Sparkasse zu verdanken. Für letzter ergriff Geschäftsbereichsleiter Holger Wolf das Wort: „Wir unterstützen so ewtas sehr, sehr gerne“, sagte er.

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