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Stadtradeln: 500.000 Kilometer sind das Ziel

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Von: Thomas Bender

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In Altena wird für das Stadtradeln bereits kräftig die Werbetrommel gerührt.
In Altena wird für das Stadtradeln bereits kräftig die Werbetrommel gerührt. © Bender, Thomas

Es wird wieder „stadtgeradelt“ – und diesmal sogar in allen Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises, weil erstmals auch Nachrodt-Wiblingwerde an der bundesweiten Aktion teilnimmt. Altena war im vergangenen Jahr schon mit von der Partie.

Genau 100 Altenaer beteiligten sich, sie radelten in drei Wochen 20 176 Kilometer.

Stadtradeln ist eine Aktion des Vereins Klimabündnis. In ihm haben sich Kommunen mit der Zielsetzung zusammengeschlossen, das Klima zu schützen. Dazu streben sie eine Reduzierung des Autoverkehrs an und haben deshalb 2008 erstmals dazu aufgerufen, drei Wochen lang das Auto möglichst oft stehen zu lassen und stattdessen das Rad zu benutzen.

Online anmelden und App auf das Smartphone laden

Wer mitmachen möchte (die Aktion läuft vom 15. August bis zum 4. September) kann sich ab sofort auf www.stadtradeln.de registrieren – oder noch besser die Stadtradel-App auf sein Smartphone laden. Öffnet man diese App während seiner Fahrradtouren, dann wird zum einen die Länge der Route ermittelt und der Kommune, für die der Fahrradfahrer antritt, gutgeschrieben. Zum anderen wird aber auch die Route aufgezeichnet. Nach Ende der Aktion werden diese Daten ausgewertet und der Kommune (anonymisiert natürlich) zur Verfügung gestellt. Die Verkehrsplaner bekommen damit einen sehr genauen Überblick darüber, wo in ihrem Stadtgebiet besonders viel Fahrrad gefahren wird. Diese Daten können bei der dringend erforderlichen Optimierung des Radwegenetzes in der gesamten Region eine wertvolle Hilfe sein.

Angstraum Nummer eins ist für die Fahrradfahrer in der Region die B 236. Während der Aktion wird genau nachgehalten, wie viele Radler dort unterwegs sind.
Angstraum Nummer eins ist für die Fahrradfahrer in der Region die B 236. Während der Aktion wird genau nachgehalten, wie viele Radler dort unterwegs sind. © Schulz, Sebastian

Sinn und Zweck von Stadtradeln ist natürlich in erster Linie der Klimaschutz: Die 20 176 Kilometer, die die Altenaer im vergangenen Jahr radelten, entsprechen drei Tonnen CO2. Angesichts der durch den Ukraine-Krieg verursachten Energiekrise spielt mehr als vorher auch das eingesparte Benzin eine Rolle. Mindestens 1000 Liter Benzin wären verbrannt worden, wenn die Altenaer im Jahr 2021 den (Klein)wagen statt des Fahrrads genutzt hätten.

13 von 15 Kreiskommunen waren schon 2021 dabei

2021 beteiligten sich 13 der 15 Städte und Gemeinden des Märkischen Kreises am Stadtradeln. 1998 Märker machten mit, natürlich hoffen die federführenden Klimamanager beim Kreis und in den Städten, dass es diesmal mehr als 2000 sein werden. Sie wünschen sich auch, dass mehr als eine halbe Million Kilometer zusammen kommen. 2021 waren es 428 444.

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