Weihnachtsmarkt zieht zurück zur Kirchstraße

+
Der Vorstand mit (von links) Ulrike Betzler-Hüttemeister, Alexander Schmitz und Corina Turner. ▪

ALTENA ▪ Wintereinbruch und Championsleague – das sind denkbar ungünstige Voraussetzungen für Vereinsversammlungen. Trotzdem folgten am Dienstagabend rund 40 Menschen der Einladung zur Jahreshauptversammlung des Stadtmarketing-Vereins. Die gute Resonanz ist darauf zurückzuführen, dass den Mitgliedern ein Thema auf den Nägeln brennt: Der Weihnachtsmarkt.

Die Einzelhändler in der Innenstadt, so deren einhelliger Tenor, hätten von dieser Veranstaltung so gut wie gar nichts mehr. „Die Leute parken am Langen Kamp oder in der Holtzbrinck-Tiefgarage, gehen ganz gezielt zum Weihnachtsmarkt und dann wieder zurück zu ihrem Auto“, hatte Alex Schmitz beobachtet, auch Dorothee Behrendt beklagte, dass sie am Weihnachtsmarkt kaum zusätzliche Kunden spüre. Peter Hücking berichtete, dass seine Kunden mit der Qualität des Angebotes nicht besonders zufrieden gewesen seien.

Es gab aber auch ganz andere Meinungen: Die Frage sei doch, was eigentlich Ziel des Weihnachtsmarktes sei, warf Dr. Björn Lönquist in die Diskussion ein und erinnerte daran, dass der Stadtmarketingverein mehr sei als eine reine Werbegemeinschaft. Für das Altena-Image sei das besondere Ambiente im Garten der Burg Holtzbrinck gut gewesen, sagte er. Lönquist gehört dem Lions-Club an, der für die Bewirtung der Weihnachtsmarkt-Besucher verantwortlich zeichnet. Das Konzept sei auf den Holtzbrinck-Garten abgestimmt, es könne so an der Kirchstraße nicht umgesetzt werden, gab Lönquist zu bedenken.

Am Ende wurde abgestimmt – mit dem Ergebnis, dass dem Wunsch der Einzelhändler entsprochen wird und der Weihnachtsmarkt zur Kirchstraße zurückkehrt. Behrendt versprach parallel dazu, in den kommenden Monaten auf Bauern- und Handwerkermärkten Ausschau nach potenziellen Ausstellern zu halten. An dem Konzept, möglichst alle Hütten mit Hobbyhandwerkern zu besetzen, will der Stadtmarketingverein festhalten.

Apropos Hütten: Die seien in die Jahre gekommen, Ersatzbeschaffungen müssten her. Das betonte die Vorsitzende Corina Turner, die schon Preise eingeholt hat: Um die 2000 Euro koste eine Hütte in vernünftiger Qualität, über 20 werden gebraucht. Zur Finanzierung beitragen soll eine „Hüttengaudi“, die der Stadtmarketingverein für das letzte Septemberwochenende plant. Angedacht ist eine Party in einer der Röhren der Holtzbrinck-Tiefgarage.

Allerdings kann der Verein auch eigene Mittel einsetzen. Der Kassenbericht von Uwe Krischer zeugte von einem soliden finanziellen Polster, das im vergangenen Jahr noch ausgebaut werden konnte – und das trotz hoher Ausgaben für die Traber-Show bei der letzten Alwewo. Solche Topacts führten häufig dazu, dass Sponsorengelder eingenommen werden könnte, erklärte Krischer den Mitgliedern diese überraschende Entwicklung.

Bei den Vorstandswahlen war seine Wiederwahl reine Formsache. Auch die Vorsitzende Corina Turner und ihre Stellvertreter Ulrike Betzler-Hüttemeister und Alexander Schmitz wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. ▪ Von Thomas Bender

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare