Pop up statt Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt
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Einen Weihnachtsmarkt wird es nicht geben - aber das Stadtmarketing bietet eine Alternative an.

Mit guten Vorsätzen war das Stadtmarketing ins Jahr 2020 gestartet: „Weil es nicht sein kann, dass immer nur zwei, drei Leute die Aktionen planen, haben wir ein Event-Team gegründet“, blickt Alexander Schmitz zurück. Rund 20 Leute erklärten ihre Bereitschaft zur Mitarbeit – doch dann kam Corona. Schmitz: „Das hat uns zunächst mal völlig ausgebremst.“

Altena - Vor dem zweiten Lockdown traf sich das Event-Team dann doch, um über die Advents- und Weihnachtszeit zu sprechen. „Uns ist es wichtig, in dieser Zeit auch Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts zu setzen“, sagt Sara Schmidt, die als städtische Wirtschaftsförderin das Bindeglied zwischen Stadtverwaltung und Stadtmarketingverein ist.

Deshalb hat das Eventteam eine stadtweite Lichteraktion ersonnen: Einige hundert leere Flaschen wurden gespült, von ihren Etiketten befreit und anschließend mit Lichterketten befüllt. Ab Mittwoch werden sie gegen eine Spende in knapp 20 Altenaer Geschäften abgegeben. „Wir wünschen uns, dass diese Flaschen in möglichst vielen Fenstern unserer Stadt leuchten mögen“, sagt Schmidt.

Erlös für die geplante Tafel

Mit dem Erlös dieser Aktion will das Stadtmarketing Gutes tun: „Wir wollen einen Teil davon als Anschubfinanzierung für die vom Stellwerk geplante Tafel verwenden“, erklärt Schmitz. Auch das Altenaer Blasorchester als langjähriger Partner soll bedacht werden. „ Ihm sind die Einnahmen weggebrochen, es bleiben aber nicht unerhebliche Kosten zum Beispiel für die Wartung der Instrumente“, weiß Schmitz’ Stellvertreter Björn Braun. Wenn am Ende noch was übrig bleibt, soll es in die Weihnachtsbeleuchtung für die Innenstadt fließen, die in die Jahre gekommen und deshalb reparaturanfällig ist.

Einen Weihnachtsmarkt kann es in diesem Jahr natürlich nicht geben, möglichst aber ein stimmungsvolles Flair. Deshalb werden am 27. November Weihnachtsbäume in der Innenstadt aufgestellt und anschließend von den Kindergärten geschmückt. Geplant ist auch ein Wettbewerb, bei dem das schönste Schaufenster ermittelt werden soll.

Wintermeile statt Weihnachtsmarkt

„Unsere Planungen müssen natülich extrem flexibel sein“, sagt Schmitz angesichts der sich ständig verändernden Coronalage. Trotzdem hofft er natürlich, dass die Altenaer Wintermeile als weitere Attraktion in der Adventszeit stattfinden kann. Dabei handelt es sich um ein kleines Pop Up, also um die zeitweilige Nutzung leerstehender Ladenlokale. Sie wurden Hobbykünstlern und Kunsthandwerkern angeboten, die bisher Hütten auf dem Weihnachtsmarkt nutzten. Naturseifen, Marmeladen, Holzarbeiten, Honig: Das Angebot wird vielfältig sein. Die Läden können bis Weihnachten genutzt werden und dürfen auch an Wochenenden geöffnet sein. Das Stadtmarketing hat inzwischen an seine Mitglieder appelliert, ihre Läden ebenfalls an allen Adventssonntagen zu öffnen. Eine entsprechende Verordnung des Landes mache das möglich. Dankbar zeigten sich Schmitz, Braun und Schmidt darüber, dass die Aktionen des Stadtmarketingvereins von Sponsoren unterstützt werden. Dazu gehören neben Stadtwerken und Baugesellschaft auch die meisten Ärzte, die in der Innenstadt eine Praxis haben.

Verkaufsstellen

In der Innenstadt werden die Flaschen bei Juwelier Betzler, Optik Berndt, Zetzmann und Bröer, Haarstudio Flhair,Geschenke Turner, Mode Danando, Gardinen Bartels, Tante Carola, Geschenke Hücking, Buchhandlung Katerlöh, Schmitz, Steinmann und im Reisebüro Rohe abgegeben. In Dahle gibt es sie bei Appelhans, Timmermann und Roder. Die Lottoannahmestele Kowitz und die Mühlenapotheke bieten sie in Evingsen an.

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