Stadtgalerie zeigt Kurt Kornmann: Rost und Regen

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Zahlreiche Gäste kamen zur Eröffnung der Ausstellung in die Stadtgalerie.

ALTENA ▪ „Der Mann, der mit dem Regen malt“, so stellte Dr. Carolin Krüger-Bahr den Künstler Kurt Kornmann von der Brenge bei Werdohl vor.

In ihrer launigen Laudatio zum Auftakt der Ausstellungseröffnung in der Stadtgalerie am Donnerstagabend wies sie darauf hin, dass es Kornmann gelungen sei, die heimische Region unter Verwendung von Draht, Regen und Rost als Kunst wirkungsvoll miteinander zu verbinden.

Die Natur arbeiten lassen

Denn die Werke des Mannes entstehen auf recht ungewöhnliche Art. Er setzt seine Objekte der Witterung aus und lässt die Natur für sich arbeiten. Er halte, so die Laudatorin, die Zeit fest und präsentiere sie in seinen Bildern auf nachvollziehbare Art und Weise. So bediente sich der Künstler zum Beispiel eines Rundstabes aus Stahl. Den umwickelte er mit Nesselstoff und setzte das Metall einige Wochen lang Wind und Wetter aus. Nach Ablauf eines vorher bestimmten Zeitraumes erfolgte eine weitere Wicklung, er brachte eine zweite Lage und später eine dritte Lage auf. Innerhalb dieses Zeitrahmens veränderte der gefallene Niederschlag die Färbung des Stoffes von dunkelbraun in einen hellen Braunton.

Material auf der Region

Die ersten Arbeiten Kornmanns entstanden aus Draht und Holz, ebenfalls Materialien aus dem heimischen Raum. Mittlerweile jedoch arbeitet er fast ausschließlich mit Stahl und Stoff. Und mit Regen natürlich.

Kornmann wurde auf der Insel Sylt geboren und studierte Kunst an der Universität Wuppertal. Nach einer gegenständlichen Phase in den 1980er Jahren praktiziert er seine heutige Kunstform seit seinem Umzug zur Brenge. Die Ausstellung in der Stadtgalerie ist noch bis zum 2. Oktober zu sehen. ▪ hb

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