Vor dem Stadtfest: Zoff unter Händlern

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Das beliebte Pappboot-Rennen gibt es in diesem Jahr erstmals nicht. Auch darüber gibt's Uneinigkeiten.

Altena –Im Vorfeld des Stadtfests gibt es Ärger: Die Händler der unteren Lennestraße organisierten ein Treffen, um Aktionen zu besprechen. Der Stadtmarketing-Verein reagiert verschnupft. Auch die Absage des Pappboot-Rennens sorgt für Zwist.

Zoff gibt es im Vorfeld des Stadtfests am 7. und 8. September: Der Stadtmarketing-Verein, der die Veranstaltung ausrichtet, kritisiert Fotokaufmann Karl-Heinz Straker  heftig. 

Er hatte am Montag in Eigeninitiative Kaufleute und Dienstleister der unteren Lennestraße zusammen gerufen, um sie für zusätzliche Aktivitäten beim Stadtfest-Sonntag zu gewinnen. Straker hatte nach dem Rückzug des Altenaer Canu-Vereins, der in diesem Jahr kein Pappbootrennen in Höhe der unteren Lenneterrasse durchführt, die Befürchtung geäußert, dieser Bereich könnte bei der Veranstaltung untergehen

In einer vom Vorstandstrio des Stadtmarketing-Vereins, Alexander Schmitz, Ulrike Betzler und Björn Braun, verbreiteten Stellungnahme heißt es unter anderem: „Der Stadtmarketing-Verein ist für alle Geschäftsleute und Interessierte offen. Dazu zählt auch die untere Lennestraße. Von Herrn Straker (Verein Altena Aktiv) wird suggeriert, dass wir diese nicht berücksichtigen und er jetzt kurzfristig für das Stadtfest etwas organisieren muss.“ 

Bootrennen: ""Rahmenbedingungen stimmten nicht"

Doch der Stadtmarketing-Verein lade grundsätzlich alle Altenaer Geschäftsinhaber im Vorfeld von Veranstaltungen zum Gespräch ein. „Leider hat Herr Straker diese Einladungen nicht wahrgenommen, wurde aber trotzdem von uns frühzeitig über die anstehenden Termine informiert.“ 

Auch auf den Altenaer Canu-Verein schießt sich der Stadtmarketing-Verein ein. Er weist dessen Darstellung, der Pappboot-Wettbewerb habe wegen des Programm-Schwerpunktes auf dem Bungernplatz ausfallen müssen, brüsk zurück. „Uns wurde seitens des Altenaer Canu-Vereins (ACV) im Frühjahr zugesagt, dass das Pappbootrennen (...) wieder am Stadtfest-Sonntag stattfinden kann. Erst auf mehrmalige Nachfrage wurde uns vor sechs Wochen (...) mitgeteilt, dass es der Canu-Verein in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen nicht schafft. Daraufhin mussten wir kurzfristig die kompletten Planungen umstellen.“ 

Ralf Marzineak, Mitglied des Dreier-Führungsteams des ACV, sagte auf Nachfrage, er sei zwar nicht persönlich in die Organisation eingebunden gewesen, doch sei die Finanzierung der Audio-Anlage an der Lenne während des Rennens ein Knackpunkt gewesen. „Die äußeren Rahmenbedingungen stimmten nicht.“ Deshalb habe sich der Verein nach fünf Jahren zurückgezogen. 

Bühne am Bungern wird mitgenutzt

Weil man Bühnenteile der Ausbildungsmesse „Date vour firm“, die freitags am Bungern stattfindet, nutzen könne, sei dorthin ein Schwerpunkt des ersten Stadtfest-Tages gelegt worden, sagt der Stadtmarketing-Verein zur Platzwahl. Das sei nicht ungewöhnlich, sondern seit Jahren geübte Praxis. 

Karl-Heinz Straker fühlt sich „missverstanden“ und betonte noch einmal, keinen Keil in die Geschäftswelt treiben zu wollen. „Im Gegenteil: Wir müssen zusammenstehen. Alexander Schmitz war über meine Aktivitäten immer informiert.“ Schmitz selbst war urlaubsbedingt für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Er hat in Absprache mit seinen beiden stellvertretenden Vorsitzenden vor zwei Wochen alle Altenaer Geschäftsinhaber für den nächsten Montag, 26. August, um 19 Uhr in das Eiscafé Cappuccino zu einer Besprechung für das Stadtfest eingeladen. 

Die Stellungnahme des Stadtmarketing-Vereins schließt mit dem Wunsch: „Es wäre schön, wenn in den eh’ schon schwierigen Zeiten für Geschäftsinhaber ein Miteinander im Fokus stehen würde."

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