Altena führt Straßenmanagement ein

Stadt startet Pilotprojekt

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Der Tüv untersuchte den Zustand der Dahler Straßen und testete dabei auch dieses Prüffahrzeug

Altena - Was jetzt schon „auffällig gut“ funktioniert, wie Stadtkämmerer Stefan Kemper meinte, soll jetzt noch besser werden: Die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) und das Beratungsunternehmen S&P Consult werden mit Altena zusammen ein System zum Straßenmanagement entwickeln.

Zum Beispiel der Kohlhagener Weg: Als dort neue Leitungen verlegt werden mussten, schloss sich die Stadt an und ließ die Fahrbahn sanieren. Das senkt die Kosten für die Anlieger, passierte aber in diesem und in vergleichbaren Fällen eher zufällig. Das soll sich ändern: Ziel müsse es sein, die Aktivitäten von Stadt, Stadtwerken, Abwasserwerk und anderen Versorgungsträgern auf lange Sicht zu koordinieren, führte Adrian Uhlenbroch von S&P-Consult am Montagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung aus.

Aktivitäten bündeln

Damit ist längst begonnen worden: In Dahle hat der Tüv auch mithilfe eines Spezialfahrzeugs den Zustand des gesamten, etwa 12,4 Kilometer langen Straßennetzes untersucht und dabei herausgefunden, dass fünf Kilometer davon so schlecht sind, dass sie eigentlich sofort erneuert werden müssten. „Das geht natürlich nicht“, bremste Stadtplaner Roland Balkenhol. Die Stadt habe dazu weder die finanziellen noch die personellen Ressourcen. Aber: Die Erkenntnisse des Tüv werden jetzt mit denen der Stadtwerke und des Abwasserwerkes abgeglichen.

Entsorgungsleitungen

Ziel ist es, ein auf Jahre, ja vielleicht Jahrzehnte ausgelegtes Programm auf die Beine zu stellen, in dem Stadt und Stadtwerke gemeinsam festlegen, wann welche Straße mitsamt der in ihr liegenden Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert werden muss. Für die Gemeindeprüfungsanstalt ist das ein absolutes Pilotprojekt: „So kann man intelligent sparen“, lobte Thomas Knuth, der die Stadt schon seit mehreren Jahren in Sachen Haushaltssanierung berät. Auch seitens der Stadtverwaltung setzt man Hoffnungen in die Untersuchungen, die auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden sollen: Man erhalte so Datenmaterial, mit dem sich der schlechte Zustand des Straßennetzes belegen lasse, sagte Kämmerer Stefan Kemper.

Kein Einzelfall

Weil Altena wahrscheinlich kein Einzelfall sei, könnten solche Daten vielleicht dazu führen, dass das Land mehr Mittel für den kommunalen Straßenbau zur Verfügung stelle, hofft Kemper. Thorsten Janson (SPD) stellte den möglichen Nutzen solcher Planungen für den Bürger in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Zum einen werde die Sanierung der Straßen dadurch für die Anlieger billiger, zum anderen bekämen sie auch mehr Planungssicherheit.

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