Stadt der Pendler: Fast zwei Drittel der Altenaer arbeiten auswärts

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Auf geht’s zur Arbeit: Sowohl in Altena als auch in Nachrodt-Wiblingwerde gibt es mehr Aus- als Einpendler.

Altena/Nachrodt – Knapp zwei Drittel der Altenaer arbeiten nicht in der Burgstadt, in Nachrodt sind es sogar knapp 80 Prozent, die rauspendeln. Dafür gibt es einen besonderen Grund.

Die Stadt Altena hat 16 982 Einwohner – aber nur nachts. Die Tagesbevölkerung wird vom Landesbetrieb Information und Technik (IT.NRW) mit 15 115 angeben. Grund: Die Zahl der Auspendler liegt höher als die der Menschen, die zum Arbeiten nach Altena fahren. 

Noch krasser sieht diese Zahl in Nachrodt-Wiblingwerde aus. Das ergibt sich aus der nun veröffentlichten Pendlerstatistik 2018 der Landes-Statistiker. 

8631 Erwerbstätige leben in Altena, es gibt aber nur 6764 Arbeitsplätze. Schon deshalb muss gependelt werden. 5470 Burgstädter arbeiten außerhalb ihrer Heimatstadt. Das ergibt eine Auspendlerquote von 63,4 Prozent, womit Altena im NRW-Mittelfeld liegt. 

151 Altenaer pendeln bis nach Dortmund

Die niedrigste Auspendlerquote im ganzen Bundesland hat Münster mit 26 Prozent, die höchste meldet Merzenich bei Aachen (85,2 Prozent). 1835 Altenaer arbeiten in Lüdenscheid, Iserlohn (679) folgt mit weitem Abstand auf Platz zwei und 461 fahren nach Werdohl zur Arbeit. 151 Burgstädter pendeln ins 30 Kilometer entfernte Dortmund, im Gegenzug arbeiten aber auch 116 Dortmunder in Altena. 

Neben den Aus- gibt es nämlich auch Einpendler. Das sind in Altena 3603. 665 davon kommen aus Lüdenscheid, 600 aus Iserlohn, und auf Rang drei liegt Nachrodt-Wiblingwerde. Von dort kommen 362 Menschen nach Altena zur Arbeit. Nur 1524 Arbeitsplätze in Nachrodt 

Ein Blick nach Nachrodt-Wiblingwerde zeigt: 3215 der 6591 Bewohner der Doppelgemeinde sind erwerbstätig. Die meisten – nämlich 2556 – müssen in die Nachbarstädte pendeln – in Nachrodt-Wiblingwerde gibt es nur 1524 Arbeitsplätze. 

Von Nachrodt bis nach Münster - jeden Tag

Beliebte Arbeitsorte der Nachrodt-Wiblingwerder sind Lüdenscheid (539), Iserlohn (501), Altena (362) und Hagen (332). 85 Bewohner der Doppelgemeinde fahren nach Dortmund und 15 sogar in die gut 70 Kilometer entfernte Stadt Münster. 

Die Auspendlerquote liegt mit 79,5 Prozent weit über dem NRW-Durchschnitt. Andersherum fahren 865 Menschen zum Arbeiten nach Nachrodt-Wiblingwerde. Die meisten kommen aus Iserlohn (258), Altena (222) und Hagen (99). Etwa 60 Kilometer legen die drei Düsseldorfer zurück, die ihren Arbeitsplatz in der Doppelgemeinde haben.

Für diese haben die Statistiker anhand der Pendlerstatistik eine Tagesbevölkerung von 4900 Personen berechnet – mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Wert, der bei der anstehenden Überarbeitung des Nachrodter Brandschutzbedarfsplans eine Rolle spielen wird. Hohe Pendlerquoten wirken sich nämlich zwischen 7 und 17 Uhr in aller Regel negativ auf die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren aus.

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