Stadt bündelt Einspruch gegen Google Street View

Die Verwaltung setzt einen Auftrag des Rates um: Einspruch gegen Google Street View.

ALTENA ▪ Google Street View ist in Altena nicht gewünscht: Die umstrittene Aufnahme von Straßen, Gebäuden und Menschen durch den Internet-Giganten steht in der Kritik.

Wie berichtet, führte das erst unlängst zu einer langen Diskussion im Rat. Jetzt hat die Verwaltung gehandelt und unterstützt die Burgstädter bei ihren Protesten gegen diesen Eingriff in ihre persönliche Freiheit. Tanja Jaeker, Verwaltung, auf Anfrage: „Von Montag, 9. August, bis Samstag, 4. September, legen wir Widerspruchslisten aus. Bürger, die nicht möchten, dass ihre Straße, ihr Haus und Hof von Google gefilmt werden, müssen sich dann nur noch mit Namen, Adresse und Unterschrift in die Listen die im Bürgerbüro am Markaner zu den bekannten täglichen Öffnungszeiten eintragen.

Wir werden sie sammeln und entsprechend weiterleiten.“ Nach Ablauf dieser Frist muss jeder Altenaer dann wieder selbst Widerspruch bei Google einlegen.

Von Juristen des Städte- und Gemeindebundes entworfen

Jaeker sagte weiter, man befinde sich mit diesem Protest in guter Gesellschaft zahlreicher Städte und Gemeinde in NRW und ganz Deutschland. Die Stadt habe deshalb auch auf eine rechtssichere Widerspruchsliste zurück gegriffen, die Juristen des Städte- und Gemeindebundes entworfen haben.

Google selbst wirbt nach wie vor auf seiner Internet-Seite für diesen „Dienst.“ Er ermögliche Nutzern eine virtuelle Stadtrundfahrt, „ganz, als wären Sie selbst vor Ort.“ Mit Street View in Google Maps seien Straßen, Plätze und besondere Orte in einer 360 Grad-Ansicht zu erleben. Interessierte können sich unter http://www.google.de/streetview selbst ein Bild machen.

Gegenüber deutschen Datenschutzbehörden verpflichtet

Der Internet-Riese verteidigt sein Angebot als „Darstellung von Straßenbildern zum Zwecke der Orientierung.“ Es gehe eben nicht darum, Menschen oder Autos zu zeigen.

Google sagt weiter, das Unternehmen habe sich gegenüber den deutschen Datenschutzbehörden verpflichtet, vor der Veröffentlichung von Abbildungen aus Deutschland eine Funktion zur Verfügung zu stellen, mit der jeder der Veröffentlichung einer Abbildung seines Hauses widersprechen kann. Dazu reiche eine E-Mail mit Absender an streetview-deutschland@google.com ▪ Johannes Bonnekoh

Online: http://www.google.de/streetview

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