Preisverleihung in Tallinn

Stadt Altena für Stadtumbau mit EU-Preis ausgezeichnet

Tallinns Bürgermeister Taavi Aas, Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und Emmanuel Moulin, Direktor Urbact Sekretariat.

Altena - Den Fuß in der Tür hat die Burgstadt schon. Ob sie auch komplett aufgestoßen werden kann und damit nicht unerhebliche EU-Fördermittel knapp unter der Millionen-Euro-Grenze an die Lenne fließen werden, steht noch nicht endgültig fest.

Vom 3. bis 5. Oktober war Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein zu Gast in Tallinn, Estland. Im Rahmen des EU-Projektes Urbact, einem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (Efre), nahm er für die Stadt die Auszeichnung „Good-Practice-Label“ der EU für eine „nachhaltige Stadtentwicklung“ entgegen. Der Preis, der europaweit nur an 97 Kommunen vergeben wurde, war zwar undotiert.

Doch Altena bewegte sich einmal mehr im „Konzert der Großen“, heißt, aus Deutschland wurden nur noch Millionenmetropolen wie Hamburg, München und die mittelgroßen Kommunen Pforzheim sowie Chemnitz ausgezeichnet. Die Reise nach Estland, deren Kosten von der EU getragen wurden, diente vor allem der Information und dem Austausch sowie dem Knüpfen von Netzwerken über Ländergrenzen hinweg. Dazu nahm der Bürgermeister an vielen Workshops teil und stellte seine Stadt und ihre Projekte wohl mehr als zwei Dutzend mal vor.

Stadtentwicklung

Das Emblem des EU-Projektes.

Hauptziel von Urbact ist die Förderung einer integrierten, nachhaltigen Stadtentwicklung. Altena bewarb sich selbst bei diesem Projekt und fand in Professor Hans Schlappa, Großbritannien, einen großen Fürsprecher. Er hat die Stadt schon seit Jahren „auf dem Schirm“ und beobachtet die Entwicklung als Wissenschaftler sehr genau. Europaweit hatten sich mehr als 300 Städte um den Urbact-Preis beworben.

300 Bewerbungen

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein wird seine Erkenntnisse jetzt mit allen Stadtgremien austauschen und vorschlagen, eine Lead-Partnerschaft mit einer besser und im anderen Fall einer schlechter dastehenden Kommune (europäisches Nord-Südgefälle) zu schließen. Dann würden sich zum Beispiel Gemeinden aus Frankreich oder Spanien intensiv mit Altena austauschen, gegenseitig von einander lernen, was Projekte wie das Aufstellen von Stadtentwicklungskonzepten angeht. Einige Stichworte dazu:

Umweltschutz

Innovation, CO2-Reduzierung, Umweltschutz, soziale Integration oder Beschäftigungsförderung. Wie die Chancen stehen, dass Altena wirklich erhebliche Fördermittel abgreifen kann, mag der Bürgermeister noch nicht zu sagen. Denn von allen 97 europäischen Preisträgerstädten werden letzten Endes nur 25 Netzwerke finanziert. Altena war in Tallinn die einzige Kommune aus Nordrhein-Westfalen.

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