Fast 640.000 Euro fließen bis 2018

Stadt Altena kann noch mehr investieren

+
Eine der Investitionen in energiesparende Maßnahmen war der Austausch der Fenster am Burggymnasium.

Altena - Fast 640.000 Euro fließen bis 2018 aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes in die Stadtkasse – Geld, das mit viel Bedacht ausgegeben wird, wie eine Aufstellung der Verwaltung für die Ratssitzung am Montag (17 Uhr, Rathaus) zeigt.

Bis Ende 2016 hatte die Stadt gut 231.000 Euro ausgegeben und dafür eine Förderung in Höhe von 208.000 Euro erhalten. Es wurden zwar auch einige Brandschutzmaßnahmen an der Sekundarschule und in der Sauerlandhalle finanziert, der Löwenanteil der Investition floss aber in energiesparende Maßnahmen: 

Am Gymnasium wurden Fenster ausgetauscht und im Altenaer Krankenhaus Nachtspeicheröfen durch eine moderne Zentralheizung ersetzt. Die Tiefgarage an der Burg Holtzbrinck erhielt eine LED-Beleuchtung. 

Das wird noch investiert

So soll das weitergehen: Gut 400.000 Euro darf die Stadt noch investieren, geplant sind unter anderem weitere LED-Beleuchtungen, ein neues Dach fürs Stellwerk an der Lüdenscheider Straße und weitere Fenstererneuerungen am Gymnasium. 

Weil die Stadt seit mehr als einem Jahrzehnt erhebliche Gelder in die Sanierung ihrer Schulgebäude steckt, befinden diese sich inzwischen in einem recht guten Zustand. Trotzdem muss man sich im Rathaus jetzt Gedanken um weitere Ausgabemöglichkeiten machen. 

Bund darf investieren

Denn: Der Bundestag hat am Donnerstag das bislang festgeschriebene Kooperationsverbot zwischen Bund, Ländern und Kommunen im Bildungsbereich durchbrochen. Durch die Grundgesetzänderung darf der Bund künftig in kommunale Bildungseinrichtungen investieren. 

Er hat dafür 3,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Verwaltung geht davon aus, dass auch für den Zeitraum nach 2018 mit „einem ähnlichen Gesamtbetrag wie bisher“ gerechnet werden kann. Gespräche über die Verwendung liefen jetzt an, heißt es in der Ratsvorlage. 

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag begrüßte die Entscheidung des Bundestages: „Die Bildungschancen von Kindern dürfen nicht von der Finanzsituation der Kommunen abhängen“, schreibt sie.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare