1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

Stadt gibt kein Geld für Balkon-Solaranlagen

Erstellt:

Von: Thomas Bender

Kommentare

Das Mini-Kraftwerk am Balkon wird in Bergkamen künftig mit 150 Euro in der Anschaffung gefördert. Bezahlt macht es sich erst nach einigen Jahren.
In Altena wird es keine finanzielle Förderung sogenannter Balkonkraftwerke durch die Stadt geben. © Jörg Sutter

Es wird in Altena keinen städtischen Zuschuss für sogenannte Balkon-Solaranlagen geben. Mit den Stimmen aller anderen Fraktionen lehnte der Rat einen entsprechenden Antrag der Grünen ab.

Die hatten vorgeschlagen, die Anschaffung einer solchen Anlage mit 250 Euro zu bezuschussen. Balkon-Solaranlagen leisten maximal 600 Watt, sind einfach zu installieren und kosten etwa 1000 Euro. Bürger der Stadt seien an die Grünen herangetreten und hätten gefragt, warum Altena nicht dem Beispiel anderer Städte wie zum Beispiel Balve folge und solche Anlagen fördere. Maximal 50 solcher Anlagen wollten die Grünen gefördert wissen – für Thomas Roberg (CDU) ein Grund, ihm nicht zuzustimmen: „Was machen wir denn, wenn mehr den Zuschuss beantragen?“ „Wenn es sich lohnt, dann macht man das auch ohne Zuschuss“, argumentierte Guido Thal (CDU). Markus Ferber (SPD) fand den Finanzierungsvorschlag der Grünen zu schwammig. Sie hatten vorgeschlagen, bei Bund und Land anzufragen, ob es Fördermittel für solche Zuschüsse gebe.

Uwe Kober war es dann, der den Grünen vollends den Wind aus den Segeln nahm. Der Bürgermeister berichtete von einem Telefonat mit Enervie-Vorstand Erik Höhne. Der Energieversorger plane die Bezuschussung solcher Anlagen, weil seitens der Kunden großes Interesse daran bestehe – 500 Anfragen lägen bereits vor. Deshalb sei Enervie jetzt auf der Suche nach einer größeren Anzahl solcher Anlagen – „aber die kriegen keine“.

Auch interessant

Kommentare