Stadt gibt 2020 knapp 700.000 Euro für Sportstätten aus

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Rasen liegt, Flutlicht fehlt: Die Arbeiten kann die Stadt erst jetzt ausschreiben.

Altena – Die Sportstätten kosten Geld: Knapp 700.000 Euro will die Stadt 2020 für sie ausgeben. Für die Kultur gibt's relativ wenig Geld.

Als der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur sich mit dem Etat beschäftigte, ging es in erster Linie um Bildung – für die Schulen gibt die Stadt im kommenden Jahr besonders viel Geld aus. 

Die Mittel, die für Kultur zur Verfügung stehen, nehmen sich dagegen recht bescheiden aus: Mit 65 600 Euro bezuschusst die Stadt die Volkshochschule, 85 500 Euro gehen an die Musikschule und 28 000 Euro an den Kulturring. 

Am teuersten ist die Stadtbücherei: Für sie gibt die Stadt im kommenden Jahr gut 300 000 Euro aus, wobei die Kosten für das Gebäude mit gut 145 000 Euro fast so hoch sind wie die Personalkosten (157 300 Euro). 

 Flutlicht kann erst jetzt angegangen werden

Zum Sport: Miete und Bewirtschaftung der Sportstätten werden auf 684 000 Euro geschätzt – ohne das Dahler Bad, das als Eigenbetrieb geführt wird und deshalb im Haushalt nicht auftaucht. Die Vereine sollen Nutzungsgebühren in Höhe von 20 000 Euro zahlen, die Stadt plant Investitionen in Höhe von 54 200 Euro. 

Am teuersten (20 000 Euro) ist eine elektrisch angetriebene Basketballanlage für die Sauerlandhalle. Flutlicht kann jetzt erst ausgeschrieben werden Mittel für eine LED-Flutlichtanlage im Reinecke-Stadion stehen zwar im 2019er Haushalt, das Geld wird aber erst im kommenden Jahr ausgegeben. 

Die Maßnahme werde bezuschusst, der Förderbescheid sei jetzt erst eingetroffen, sagte Stadtkämmerer Stefan Kemper. „Deshalb können wir die Arbeiten jetzt erst ausschreiben.“ 

Wettbewerb um Fördermittel für Vereine

Und dann sind da noch 300 000 Euro, die dem Sport ebenfalls zugute kommen sollen, im Haushalt aber ebenfalls nicht auftauchen. Dabei handelt es sich um Gelder, mit denen das Land Vereine mit vereinseigenen Sportstätten unterstützt. „Moderne Sportstätte 2020“ heißt das Programm. 

Karl Heinz Kühn (CDU) fragte nach dem Stand der Dinge. Die Antwort lieferte Ralf Springob, der für den Stadtsportverband im Schulausschuss sitzt. Dieses Gremium sichtet die Anträge und gibt eine Empfehlung ab. Fünf Vereine hätten Anträge gestellt, sagte Springob, insgesamt gehe es um 400 000 Euro. 

Also mehr, als zur Verfügung steht. Im Moment besucht der Vorstand des Stadtsportverbandes die Vereine, um sich vor Ort einen Eindruck über die geplanten Maßnahmen zu machen, erklärte Springob. Welche Maßnahmen zur Förderung vorgeschlagen werden, entscheide der Stadtsportverband Anfang 2020 in einem möglichst transparenten Verfahren, versprach er.

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