Stadt Altena beschleunigt Leiterkauf

ALTENA - Im Rathaus wird nach Möglichkeiten gesucht, den Kauf einer neuen Drehleiter zu beschleunigen. Das bestätigte gestern Udo Winter, der Leiter der Feuer- und Rettungswache. Man reagiert damit auf die sich häufenden Probleme des alten Fahrzeugs.

Zwei Voraussetzungen müssten dafür erfüllt werden: Zum einen müsste ein kurzfristig lieferbares Fahrzeug gefunden werden. „Kraftdrehleitern“ werden im Normalfall auf Bestellung gebaut, vereinzelt sind aber auch Vorführfahrzeuge auf dem Markt. Die zweite Voraussetzung wäre der Verzicht auf ein Ausschreibungsverfahren – nach EU-Recht müssen Lieferverträge ab einer Größenordnung von rund 200 000 Euro europaweit ausgeschrieben werden. Die Verwaltung prüft jetzt, ob es in besonders eilbedürftigen Fällen möglich ist, dieses langwierige Verfahren zu umgehen.

Wenig Gefallen findet man im Rathaus an der Idee, sich für die Zeit bis zur Lieferung eines neuen Fahrzeuges eine Drehleiter zu leihen. Grund sind die hohen Kosten  – um die 350 Euro pro Tag kostet eine „Leihleiter“, hat Udo Winter in Erfahrung gebracht. Er hofft jetzt darauf, dass der erneut nach Altena gerufene Servicetechniker der Herstellerfirma doch noch den Fehler findet, der für die häufigen Ausfälle verantwortlich ist.

Im Moment setzt die Altenaer Wehr auf das Prinzip der „nachbarschaftlichen Hilfe“. Das bedeutet, dass sie im Brandfall auf die Unterstützung benachbarter Wehren setzt. Noch am Freitag  – also unmittelbar nach dem Ausfall der Leiter bei einem Einsatz in Nachrodt – seien entsprechende Änderungen der Alarmpläne vorgenommen worden, berichtete Winter auf Anfrage. Konkret heißt das: Bei allen Gebäudebränden in Altena oder Nachrodt-Wiblingwerde wird über die Kreisleitstelle neben der örtlichen Feuerwehr auch eine der Drehleitern aus Iserlohn, Lüdenscheid, Werdohl oder Hemer alarmiert. Das erfolgt durch eine Änderung der so genannten Alarmschleifen vollautomatisch.

von Thomas Bender

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