Es drohen bis zu zehn Jahre Haft

Tödliche Explosion in Evingsen: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

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Da war auch für die Feuerwehr nichts mehr zu retten. Das Haus an der Roleye in Evingsen muss abgerissen werden. Zu groß ist der Brandschaden beim vorsätzlich gelegten Feuer Mitte Juli diesen Jahres.

Altena - Am 17. Juli explodierte in Altena-Evingsen ein Wohnhaus. Ein Mann kam ums Leben. Jetzt erhebt die Staatsanwaltschaft Hagen Anklage.

Wie die zuständige Staatsanwältin auf Anfrage bestätigte, hat sie den Fall zur Verhandlung an das Schöffengericht in Lüdenscheid weiter gegeben. Dort soll das Delikt Brandstiftung verhandelt werden.

Angeklagt werden sowohl der Hauseigentümer als auch ein Mann, der mit seinem verstorbenen Begleiter das Haus an der Roleye mittels Brandbeschleuniger angezündet haben soll. Der Besitzer der Immobilie, so die Staatsanwältin, soll den zweiten Mann, der seinen ständigen Wohnsitz in Frankreich hatte und aus dem Balkan kommt, zum Feuerlegen angestiftet haben.

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Dass sein Kollege dabei ums Leben kam, spielt für die Anklage keine Rolle. Man spreche im Rechtswesen von einer Eigenverantwortung bei solchen Taten, die durchaus auch so tragisch ausgehen könnten, wie im besagten Fall hieß es. Das Strafmaß für die Tat liegt nach Paragraf 306 StGB bei „einem bis zehn Jahren Gefängnis.“

Ins Reich der Fantasie gehöre das Gerücht, in dem Brandhaus sei ein Drogenlabor betrieben worden. Das habe die Staatsanwaltschaft nie behauptet, hieß es. Zum Motiv führte die Staatsanwaltschaft aus, der Haus-Eigentümer habe sich offenbar die nicht unerheblichen Kosten für einen normalen Abriss des Hauses sparen wollen.

Der Täter, der jetzt angeklagt wird, hatte sich bei der Tat selbst schwere Brandverletzten zugezogen, die noch ausheilen müssen.

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