St.-Vinzenz-Krankenhaus: Letzter Akt bringt viel Geld

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Altena - Es war das letzte Kapitel rund um das geschlossene St.-Vinzenz-Krankenhaus: Der frühere Förderverein musste noch Geld loswerden - und das ziemlich viel.

Als die Lennekliniken-GmbH 2015 das St.-Vinzenz-Krankenhaus übernahm, konnte und wollte der Förderverein nicht mehr weitermachen.

Einer privaten GmbH Geld zu geben, das wäre mit der Gemeinnützigkeit nicht vereinbar gewesen. Deshalb wurde im Dezember 2016 die Auflösung beschlossen – zufällig genau an dem Tag, an dem wegen Überschuldung das Insolvenzverfahren für das Krankenhaus eröffnet wurde. Wenige Wochen später wurde es geschlossen

Wie jede Vereinssatzung enthielt auch die des Fördervereins einen Passus, der den Verbleib des Vermögens im Fall einer Auflösung regelt. Es müsse „für humanitäre Zwecke an die Stadt Altena“ fließen. Also überreichte Mahr gestern 20 662,10 Euro. 

Den Scheck überreicht der letzte Vorsitzende Hans Helmut Mahr an Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und „Stellwerkerin“ Anette Wesemann.

„Für die Menschen“ müsse das Geld verwendet werden – so deutete der Bürgermeister den Passus und hatte gleich zwei Vorschläge für die Verwendung des Geldes: Die eine Hälfte geht ans Stellwerk, die andere soll zur Finanzierung des Spielplatzes im neuen Lennepark beitragen. Das Engagement des Stellwerks sei vielfältig und gehe weit über die Flüchtlingsbetreuung hinaus, sagte Hollstein. Deshalb sei das Geld dort gut aufgehoben. 

Im Lennepark, der auf dem Gelände zwischen Fluss und Bahngleisen entstehen soll, sei der Bau eines Spielplatzes vorgesehen. Zu dessen Finanzierung soll das Geld des Fördervereins ebenso beitragen wie ein Teil des Verkaufserlöses der Kleinbahn Carl. Natürlich hoffe die Stadt auch auf Fördergelder. Er äußerte sich auch zum Zeitplan: „Wir wollen 2020 mit der Planung des Lenneparks beginnen.“ Ein Jahr später könne mit der Realisierung des Vorhabens begonnen werden.

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