Laufen fürs Hospiz und die Artisten vom Zirkus „Petit“

Runde um Runde sprinteten die Kinder für Einträge auf ihren Laufkarten. Jede Runde bedeutete bares Geld. Foto: Hornemann

Altena -  2014 hatten die Kinder die Erwartungen ihrer Sponsoren locker übertroffen. Und auch gestern sah es danach aus, dass die Breitenhagener Grundschüler wieder viel Geld beim Lauf für Zirkusprojekt und Kinderhospiz zusammenbekommen würden. Der gute Zweck war ein super Ansporn.

Der kleine Erstklässler hatte sich ein wenig erschrocken, als Schulleiter Jörg Schlüter mit der Pistole den Sponsorenlauf 2015 eröffnet hatte. Die Furcht vorm lauten Knall war aber schnell verflogen und schnell reihte sich auch dieses Paar kurze Beine in die insgesamt 150 Läufer ein, die auf dem Sportplatz des TV Städtisch Rahmede ihre Runden drehten.

Das junge Teilnehmerfeld wusste seine Kräfte gut einzuteilen: Mit einer Mischung aus Laufen, Joggen und Walken ließen sich viele Runden auf der Bahn drehen - denn jede einzelne davon war bares Geld wert.

Eltern, Omas, Opas, Tanten, Onkel, Freunde und Nachbarn hatten sich nicht lumpen lassen und feste Geldbeträge pro erlaufener Runde zugesagt.

Auch die Breitenhagener Nachbarschaft schaute gestern gern auf ein Kaltgetränk am Stand des Schulfördervereins vorbei und feuerte die Kinder an. Spontan wurde das Spendenschwein gefüllt, andere gaben statt Rundengeld lieber direkt einen festen Geldbetrag. „Letztes Jahr hatten die Kinder, die ich gesponsert hatte, direkt 75 Euro erlaufen“, schilderte Anwohner und Sponsor Olaf Diembeck. „Diesmal habe ich’s mir einfacher gemacht und gleich 100 Euro in den Umschlag gesteckt“, berichtete er lachend.

Profitieren werden sowohl die Kinder von ihrem eigenen Engagement, wie auch das Kinderhospiz Balthasar in Olpe. Zu jeweils 50 Prozent werden die Einnahmen des Sponsorenlaufs aufgeteilt. Für Juni 2016 möchte die Schule für eine Woche lang die Zirkusschule „Petit“ auf dem Breitenhagen begrüßen, die mit den Kindern Clownerei, Zauberei, Schabernack und Akrobatik einstudiert. „Wir möchten vorab möglichst viele Kosten für diese Aktion abdecken“, erklärte Schulleiter Jörg Schlüter. „Und wenn ich mir die Läufer so angucke, gelingt das auch!“

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