Wasserrad am Markaner geht vermutlich erst wieder im Mai in Betrieb

Das Splenterrölleken steht

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Altenaer nennen das Wasserrad am Markaner liebevoll Splenterrölleken. Diese Wasserplastik geht auf einen Entwurf von Lutz Bernsau zurück, der damit an die Drahtrollen im Tal der Lenne erinnern wollte. Weil ein Lager gebrochen ist, steht es zurzeit.

Altena - Das Splenterrölleken am Markaner ist außer Betrieb. In mächtiger Schieflage hängt das stattliche Wasserrad in der Verankerung. Damit es nicht völlig auf das es umgehende Kiesbett abstürzt, hat die Verwaltung es mit einer Kette und einem Schloss sichern lassen.

Vandalen sind für diesen Stillstand des beliebten Wasserspiels am Eingang zur Fußgängerzone aber nicht verantwortlich. Elke Weber vom Fachbereich Bau, Rathaus, auf Anfrage: „Es handelt sich schlicht um einen Lagerbruch. Wir sind schon tätig geworden und haben einen Schlosser mit dem Nachbau dieses Teils beauftragt. Geht alles gut, sollte sich das Wasserrad im Mai wieder drehen.“ Immer wieder ist das Splenterrölleken Ausgangs- und Treffpunkt von Stadtführungen.

Die „Schieflage“ des Wasserrades ist deutlich erkennbar.

Dann nehmen die Damen und Herren, die Alteingesessenen oder Touristen die Stadt zeigen, auch Bezug auf dieses Kunstwerk. Es wurde vor vielen Jahren vom heimischen Künstler Lutz Bernsau entworfen. Der war bekanntlich auch der erste Stipendiat der Werkstatt Altena. Bernsau wollte mit dieser Wasserskulptur den Bezug zur Drahtstadt Altena herstellen. Denn: Sein Wasserrad erinnert an die sogenannten Drahtrollen in den angrenzenden Flusstälern, die durch Wasserkraft angetrieben wurden. Sie lieferten die Energie für die Drahtzüge der Zöger, also Drahtzieher. Immer wieder kommt es vor, das Kinder in das mächtige Splenterrölleken hineinklettern und es als eine Art Karussell nutzen, wenn das Wasser nicht fließt. Das ist nicht ganz ungefährlich. Denn die mächtige Skulptur, einmal in Fahrt, kann mühelos Knochen brechen oder schwere Verletzungen zufügen. Aber Kinder machen sich über diese latente Gefahr oft keine Gedanken. Stadtplaner Roland Balkenhol, Chef und Abteilungsleiter Bauen im Rathaus, hatte das stehende Splenterrölleken bis Donnerstag, 20. April,  noch nicht bemerkt. Sein erster Kommentar traf aber nicht den Kern, als er sagte: „Manche Menschen kriegen eben alles kaputt.“ Das gebrochene Lager ist, das sagte Elke Weber aus dem Rathaus abschließend, ausschließlich auf Materialermüdung zurückzuführen. Wie teuer die Reparatur wird, konnte sie aber noch nicht auf den Cent genau beziffern

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