SPD: "Mehr für die Kinder tun!"

Spielgeräte sollen Stadt attraktiver machen

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Kinder brachen Platz zum Spielen - auch in der zentralen Innenstadt fordert die SPD.

Altena - "Wir müssen den Stellenwert der Kinder in der Stadt erhöhen." Das sagt SPD-Ratsherr Reiner Kemmerling und wird aktiv.

Er hat erfolgreich gegen den Abbau von Postkästen in der Rahmede gekämpft. Reiner Kemmerling stellt sich darüber hinaus als einer der wenigen Ratsvertreter regelmäßig an verschiedenen Stellen in der Stadt (meist in seinem Wahlkreis) dem direkten Bürgergespräch und legt das „Ohr an die Menschen“, wie er selbst sagt.

Ohr am Menschen

Donnerstag hatte der SPD-Politiker, der dem Rat seit 2009 angehört, in die Burg Holtzbrinck eingeladen. Thema: „Junge Menschen in der Stadt Altena“. Es gehe ihm und der SPD darum, wegzukommen von Image einer sterbenden Stadt, hatte er im Vorfeld gesagt. Und da böte sich doch an, die Bürger direkt ins Blickfeld zu nehmen, die sich bewusst für Altena entschieden hätten. Damit lag er auf einer Linie mit dem Bürgermeister. Der konnte bekanntlich auf dem Neujahrsempfang für Neubürger feststellen, dass es sehr wohl in den vergangenen Jahren einen überschaubaren Zuzug von jungen Menschen und Familien in die Stadt gegeben hat und weiter gibt.

Viele ziehen zu

Kemmerling: „Mit dem Auftaktgespräch in der Bürgerburg bin ich durchaus zufrieden. Natürlich hätten uns noch mehr Anwesende gutgetan. Aber die, die gekommen sind, haben viele interessante Dinge in den Raum gestellt.“ Allerdings fehlte die von ihm ins Auge genommene Zielgruppe, also junge Menschen, fast vollständig. „Sieht man einmal von zwei Personen ab, die aber unserer Partei angehören“, so Kemmerling. „Deshalb haben wir uns schwerpunktmäßig mit der Entwicklung der Stadt und hier insbesondere der City, beschäftigt.“

Reiner Kemmerling leitet einen SPD-Arbeitskreis.

Ergebnisse? Ideen? Visionen? Der SPD-Ratsherr gibt sich bedeckt. „Ehrlicherweise möchte ich das noch ein wenig zurückstellen. Es macht für mich keinen Sinn, Dinge in den Raum zu stellen, die noch unausgegoren sind. Dann sind sie vielleicht sofort tot und aus der Diskussion.“ Gleichwohl: Vorstellbar ist für ihn und das Klientel der Anwesenden: „Wir sollten die Kinder in der Innenstadt mehr in den Blick nehmen. Ich denke mal, Spielgeräte entlang der Lenne- und Kirchstraße, und nicht nur eins, täten uns gut. Wenn wir ehrlich sind, haben wir zurzeit doch nur den Notspielplatz neben der Mittleren Brücke. Das ist nach meiner Ansicht viel zu wenig.“ Die jetzt gegründete Gruppe, zu der auch Händler gehörten, „müsse jetzt noch mehr Fleisch an den Knochen bekommen und sondieren.“ Er halte persönlich nicht viel davon, „Dinge ins Wasser zu werfen, die dann untergehen könnten.“

Guter Dinge

Kemmerling ist guter Dinge, dass sich etwas verändern kann und hat das zweite Treffen bereits terminiert. Es soll am 28. Februar, 18.30 Uhr, wieder in der Bürgerburg stattfinden. „Bis dahin führte ich weitere Gespräche.“ „Altena ist schön, das hört man immer wieder. Auch Komplimente wie ,ich könnte mir vorstellen, hier zu leben’. Es ist an uns, dafür zu sorgen, dass das auch passiert.“ Und nach diesem Gedanken streifte der mehrfache Familienvater auch Dinge wie die „zweite Miete“ in der Stadt, also die Nebenkosten zu den ansonsten doch recht günstigen Mieten. „Da sehe ich Handlungsbedarf. Es gibt einfach viel zu tun, zu überdenken. Nur muss man beginnen. Ich habe jetzt einen Anfang gemacht und weiß die SPD-Fraktion hinter mir. Ich bin deshalb wirklich guter Dinge.“

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