3000 Euro übergeben

Ippen-Stiftung unterstützt den SKF

Spendenübergaabe
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AK-Mitarbeiter Thomas Bender übergab die Spende an Marina Brüggemann.

Organisationen unterstützen, denen durch die Corona-Pandemie Einnahmen weggebrochen sind: Dieses Ziel hat sich die Ippen-Stiftung in diesem Jahr gesetzt und unterstützt deshalb auch den Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) in Altena mit 3000 Euro.

Altena - Die Stiftung wurde von Dr. Dirk Ippen gegründet. Dem 80-jährigen Verleger gehören zahlreiche regionale Zeitungsverlage, darunter auch der Märkische Zeitungsverlag, in dem das Altenaer Kreisblatt erscheint.

Vorgeschlagen hat diese Spende die AK-Lokalredaktion. Der Grund: Vor einigen Monaten erschien dort ein älterer Mann, der offensichtlich in Not war: „Er war gesundheitlich angeschlagen, es gab wohl eine Schuldenproblematik, er war auch psychisch nicht stabil“, erinnerte sich AK-Mitarbeiter Thomas Bender, als er die Spende jetzt an die SKF-Vorsitzende Marina Brüggemann und Kassierer Klaus Dörseln übergab.

„Katholische Sozial-Feuerwehr“

Der Mann bat damals das AK um Hilfe. „Wir konnten den Mann nicht einfach so wegschicken. Dafür ging es ihm zu schlecht“, erinnerte sich Bender. Jemand sei dann auf die Idee gekommen, den SKF anzurufen, der sich der Sache sofort annahm. „Innerhalb von zehn Minuten war jemand da und hat sich um den Mann gekümmert“, sagte der AK-Mitarbeiter.

Das entspreche auch dem Selbstverständnis des SKF, sagte dessen Vorsitzende Marina Brüggemann anlässlich der Spendenübergabe: „Wir sind auch so etwas wie die katholische Sozial-Feuerwehr.“ Dass der Verein in Notlagen schnell agieren kann, liegt auch daran, dass es vier hauptberufliche Mitarbeiterinnen gibt. Sie sitzen im Caritas-Haus an der Werdohler Straße und kümmern sich vor allem um Menschen, für die ein Gericht eine Betreuung angeordnet hat.

Schnell und unbürokratisch helfen

Ein wichtiges Anliegen der Organisation ist aber auch die schnelle und unbürokratische Hilfe bei Notlagen aller Art. „Hier klingeln auch schon mal Menschen, die kein Geld mehr für den Bus haben“, berichtete Kassierer Klaus Dörseln bei der Übergabe der Spende. Ob einer Frau bei der Renovierung einer Wohnung geholfen werden muss oder einer anderen Geld für die Beerdigung ihres Mannes fehlt. Der SKF versucht zu helfen. „Und dafür braucht man eben Geld“, sagte Brüggemann. Das gelte im Moment umso mehr, da die Spendenbereitschaft durch die Corona-Krise stark zurückgegangen sei.

Mitarbeiter gesucht

Und noch ein Problem treibt den SKF um: „Es wäre schön, wenn wir mehr ehrenamtliche Mitarbeiter hätten“, meinte die Vorsitzende. Zu tun gibt es genug: Die hauptamtlichen SKF-Mitarbeiter wüssten von vielen Menschen, die in Heimen wohnen und sich über einen Besuch freuen würden. Auch viele Senioren, die noch in den eigenen vier Wänden wohnen, seien gerade während des Lockdowns sehr einsam. Aktuell werde sich für viele ältere Menschen die Frage stellen, wie sie eigentlich ins Impfzentrum kommen sollen. Auch dabei könnten Organisationen wie der SKF behilflich sein, meint Brüggemann.

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