500 Euro für jeden, der besonders hart getroffen wurde

Soforthilfe läuft schon in dieser Woche an

Spenden Flutopfer Altena
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Unmengen von Sachspenden stapeln sich in der Sauerlandhalle. Die Stadt nimmt nichts mehr an.

Die Spendenbereitschaft für die Flutopfer ist ungebrochen groß. Stand Dienstag sind über 1000 Einzahlungen auf das Sonderkonto der Stadt Altena erfolgt. In den nächsten Tagen sollen die ersten Betroffenen Soforthilfen in Höhe von 500 Euro bekommen.

Altena – Diese Summe soll pro Personen an alle ausgezahlt werden, die ihre Wohnung, ihr Haus oder ihre ganze Einrichtung durch das Hochwasser verloren haben. „Wir möchten schnell reagieren“, erklärte Bürgermeister Uwe Kober am Dienstag auf einer Pressekonferenz im Rathaus. Zusammen mit Kämmerer Stefan Kemper und den Ratsfraktionen sei am Montag entschieden worden, jetzt möglichst schnell zu helfen und zwar da, wo der Bedarf am größten ist.

Unbürokratisches Verfahren

Die Soforthilfe soll äußerst unbürokratisch laufen. Gezahlt wird ohne Prüfung der finanziellen Situation. Einzig stehe ein kurzer Besuch von Haus oder Wohnung durch einen Stadtmitarbeiter an, sagte der Bürgermeister die Bedingung vor der Auszahlung.

Die Stadt Altena möchte sich möglichst schnell einen Überblick über die Betroffenen verschaffen. Bewohner werden gebeten, sich entweder telefonisch (02352/209-233) oder per Mail (hilfsangebote@altena.de) zu melden. Spenden nimmt die Stadt Altena unter dem Konto (IBAN DE67 4585 1020 0072 7579 33, Verwendungszweck Hochwasser 2021) entgegen.

Aufnahmestopp für Sachspenden

Einen Aufnahmestopp gibt es an der Sauerlandhalle. „Es werden keine Sachspenden mehr angenommen“, berichtete Kemper. Derzeit sei alles ausreichend auf Lager, dankte er. „Wenn etwas Bestimmtes gesucht wird, werden wir das veröffentlichen.“

Auch ein Hilfeaufruf in sozialen Medien, den Christiane Haupt nach dem verheerenden und zerstörerischem Unwetter abgesetzt hatte, fand ein gigantisches Echo. „Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend“, sagt die Inhaberin des Lädchens „Gaumenfreu(n)de“ an der Lennestraße. Eine sehr gute Freundin von Christiane Haupt hat den Hilfeaufruf gesehen und von Bocholt aus private Kontakte zur Initiative „Goch hilft“ genutzt. Am Montag rollte ein 7,5 Tonner, vollgepackt mit Waschmaschinen, Arbeitsmaterialien wie Schaufeln und Reinigungsmitteln, Arbeitsbekleidung, Spielzeug, Grundnahrungsmitteln, Tierbedarf, Decken und Handtüchern sowie ein Kleinbus und zwei randvoll gepackte Autos an.

Bautrockner dringend gesucht

Die Hilfsgüter wurden zum ehemaligen Johannitertreff (Wilhelmstraße 67) am Breitenhagen transportiert und dort von etlichen Helfern am Montagabend ausgeladen. Die Räume an der Wilhelmstraße gehören der Baugesellschaft, deren Chef Manfred Haupt, Ehemann von Christiane Haupt, ist. Am Dienstagnachmittag wurden die Hilfsgüter von den Helfern an Haushalte ausgegeben, die von der zerstörerischen Wucht der Wassermassen stark betroffen sind. „Wir haben in den letzten Tagen so viele Schicksale gesehen. Wir versuchen alles, was geht und wollen den Menschen helfen, die diese Hilfe so dringend brauchen“, so Christiane Haupt. Sie betont mehrfach, dass in etlichen gefluteten Häusern überaus dringend Bautrockner benötigt werden und ruft jeden, der über Bautrockner verfügt oder organisieren kann, diese zur Verfügung zu stellen.

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