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Spektakuläre Flugmanöver: Hubschrauber schwebt direkt über der Burg

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Von: Jona Wiechowski

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Einmal mehr wurde es am Mittwoch laut in Altena. Ein Hubschrauber lieferte Baumaterial runter zu den Felssicherungsarbeiten unterhalb der Burg Altena. Viele Interessierte ließen sich das Spektakel nicht entgehen.
Einmal mehr wurde es am Mittwoch laut in Altena. Ein Hubschrauber lieferte Baumaterial runter zu den Felssicherungsarbeiten unterhalb der Burg Altena. Viele Interessierte ließen sich das Spektakel nicht entgehen. © Wiechowski, Jona

Der Märkische Kreis hat sicherlich nicht untertrieben, als er Anfang der Woche spektakuläre Flugmanöver an der Burg Altena angekündigt hatte: Zahlreiche Menschen ließen sich das Spektakel am Mittwoch nicht entgehen, als ein Hubschrauber Zaun-Teile und Baumaterial vom Mitarbeiter-Parkplatz der Festung runter in den Hang unmittelbar unter dem Wahrzeichen flog.

Altena – In der Innenstadt war die Maschine nicht zu überhören; viele zückten ihre Handys und filmten fleißig mit. Wer sich nach oben wagte, bekam den Wind der Maschine überdeutlich zu spüren – vor allem dann, wenn sie über dem Parkplatz in der Luft stand. Immer dann sperrten Mitarbeiter die Fritz-Thomee-Straße ab.

Nötig geworden war der Helikopter-Einsatz im Rahmen der Felssicherungsarbeiten, die seit Anfang des Jahres am Burgberg laufen. Jetzt ist der letzte Abschnitt direkt unter der Burg an der Reihe – auch der ist steil, das Gelände unwegsam und nicht mit großen Maschinen befahrbar. Um die unhandlichen Stützen für den letzten Fangzaun nach unten zu bringen, setzte man nach dem zweitägigen Hubschrauber-Einsatz Mitte Juni nun ein weiteres Mal auf Unterstützung aus der Luft.

Und das klappte einmal mehr reibungslos. Alexandra Weber, Landschaftsarchitektin beim Märkischen Kreis, zog nach der ersten Stunde ein gutes Zwischenfazit. Und: „Das Wetter ist super.“ Zu dem Zeitpunkt waren die ersten elf jeweils drei Meter großen Stützen bereits runtergeflogen, die mit den entsprechenden Netzen ausgestattet waren. Fünf kleinere, etwa zwei Meter große Stützen sollten neben weiteren Materialien folgen. Weber zeigte sich zuversichtlich, dass der Einsatz früher als am zunächst angesetzten frühen Abend abgeschlossen werden könnte.

Auf dem Weg vom Hang zurück zum Mitarbeiterparkplatz nahm die Maschine Bigpacks mit Gehölzschnitt mit.
Auf dem Weg vom Hang zurück zum Mitarbeiterparkplatz nahm die Maschine Bigpacks mit Gehölzschnitt mit. © Jona Wiechowski

Auf dem Rückweg vom Hang zum Mitarbeiterparkplatz nahm der Hubschrauber Bigpacks mit Gehölzschnitt mit zurück. Zum Tanken ist der Hubschrauber – wie schon beim letzten Mal – zum Kraftwerk nach Werdohl-Elverlingsen geflogen. Da ist die passende Infrastruktur für solche Vorgänge vorhanden.

Gut sieht es auch insgesamt mit der Felssicherungsmaßnahme aus, die auf jeden Fall in diesem Jahr fertig werden soll, wie Weber erklärt. „Wir liegen gut in der Zeit.“

Neben den zwei Hubschrauber-Einsätzen an insgesamt drei Tagen sind auch schon Höhenkletterer und ein Schreitbagger tätig geworden. Die zunächst vom Märkischen Kreis eingeplanten 1,5 Millionen Euro für die Maßnahme mussten zuletzt um 700 000 Euro auf 2,2 Millionen Euro erhöht werden – wegen notwendiger Mehrarbeiten.

Rechts ist eine der Stützen zu sehen, die neben anderen Materialien eingeflogen worden sind.
Rechts ist eine der Stützen zu sehen, die neben anderen Materialien eingeflogen worden sind. © Wiechowski, Jona

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